03.12.2019. Ein morgendlicher Ritt am Strand und es geht weiter Richtung Nordwesten

Am nächsten Morgen als die Sonne aufgeht, entscheide ich ganz spontan, dass ich reiten gehen will, denn ich habe auf dem Hinweg das Schild einer Pferderanch entdeckt.
Also machen Tobi und ich uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Desperado Ranch, die unweit unseres Übernachtungsplatzes liegt und vereinbaren mit Christine und Urs, uns später irgendwo zu treffen.

Die Ranch ist nicht besonders gross aber hat doch immerhin ein paar Pferde die gut aussehen und genug Futter bekommen, worauf ich beim Reiten im Ausland immer achte.
Wir werden von einer Hundemeute begrüsst, wobei der Golden Retriever Mischling wohl unter Kleptomanie leidet, denn er klaut wirklich komplett alles, was er findet, darunter auch einen unserer Handschuhe.
Retten können wir den nicht mehr, denn kaum hat er diesen fallengelassen, packen ihn die Kleinen und zerreissen ihn zu zweit.

Nachdem wir über eine Stunde mit den Eigentümern des Hofes geplaudert haben, kann ich endlich mein zugewiesenes Pferd putzen und Satteln, ihr Name ist Hedyia.
Mein Guide Kenan spricht zwar nur wenig Englisch, jedoch können wir uns mit Händen und Füssen wunderbar verständigen, inzwischen habe ich darin ja ordentlich Übung.

Es geht durch einen wunderschönen Wald und dann hinunter zum Strand, wo wir herrlich durch die Brandung galoppieren können.
Auf der anderen Seite angekommen, führt eine lange Sandpiste wieder ein Stück den Weg hoch, wo Tobi wartet um ein paar Fotos zu machen.
Nach einem weiteren Galopp gibt’s eine Kaffeepause, wo wir uns alle unterhalten und plaudern.
Anschliessend folgt ein weiterer Galopp durch die Brandung und den Strand wieder hoch, wo Tobi wieder ein paar Fotos macht.

Im Schritt geht’s dann zurück zur Ranch, durch einen glasklaren Fluss und wieder durch den schönen Wald, wo ich herrlich die Seele baumeln lassen kann.
Meine Stute scheint ganz zufrieden zu sein und auch ich bin total entspannt, Reiten ist für mich die beste Therapie die es auf der Welt gibt und manchmal hat man dies auch einfach mal nötig.

Zurück bei der Ranch, verabschiede ich mich und Tobi und ich machen uns danach auf den Weg Richtung Datcha, wo wir am nächsten Morgen mit den anderen zwei die Fähre nach Bodrum nehmen wollen.
Die zwei waren so lieb und haben für uns gleich ein Fährenticket mitgebucht, worüber wir sehr dankbar sind.

Die Strecke bis nach Datcha zieht sich und wir brauchen ein paar Stunden, bis wir die zwei schliesslich in einer schönen kleinen Bucht am Meer entdecken.

Wir kochen zusammen zu Abend und unterhalten uns wie immer, anschliessend jedoch gehe ich mal früh ins Bett, um ein bisschen zu lesen und dann zu schlafen.
Auch Tobi kriecht zeitig in seinen Schlafsack um bald darauf das Licht zu löschen.

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