17.11.2019. Mission Dusche und auf dem Weg nach Kutaissi

Unser Kalb (grosser Hund) hat seinen Teil der Vereinbarung eingehalten und kriegt von uns am nächsten Morgen eine grosse Dose gehacktes Fleisch, welche wir noch aus Russland dabeihaben.
Zufrieden mampft er sein Frühstück und auch wir essen kurz was, bevor wir zusammenräumen und uns auf die Suche nach einer heissen Dusche machen, denn hier im Wind des Todes ist es undenkbar, unser Duschzelt aufzuschlagen.

Also schauen wir mal bei iOverlander was andere so geschrieben haben und klappern dann die ersten zwei Punkte ab, leider ohne Erfolg.
Anschliessend fahren wir zu einem Indoor Schwimmbad, welches ausser Betrieb ist und das Gebäude auch schon bessere Tage gesehen hat.

Wir entschliessen uns, uns auf den Weg nach Kutaissi zu machen und dort nach einer Möglichkeit zu suchen, hier werden wir nichts mehr finden.
Kutaissi ist nach Tiflis und Batumi die drittgrösste Stadt in Georgien und ist noch ca. 75Km von uns entfernt.
Wir machen uns auf den Weg und holpern dabei auf einer miserablen Strasse durch ein wunderschönes Tal mit hohen Felsen und einem breiten Fluss, dessen Wasser tiefblau ist.
Wieder scheint die Sonne und wir haben wahnsinnig Glück mit dem Wetter, denn bisher hatten wir in Georgien und in Armenien kaum schlechtes Wetter.
Die Stracke bis nach Kutaissi zieht sich weil wir dank schlechter Strasse nur langsam vorankommen, trotzdem ist die Fahrt sehr schön.

Wir erreichen Kutaissi am frühen Nachmittag und da wir hungrig sind, gehen wir zuerst mal etwas essen.
Im Palaty, einem kleinen georgischen Restaurant, welches wir bestens weiterempfehlen können, bestellen wir Pelmeni im Pot und Ojakhuri, dazu wie immer unsere heissgeliebten Auberginen mit Walnusspaste.
Das Essen ist super fein und wir sind wieder einmal mehr begeistert von der georgischen Küche, ich werde mir in der Schweiz bestimmt ein Kochbuch besorgen.
Anschliessend nehmen wir uns die Zeit um ein wenig durch die Altstadt von Kutaissi zu schlendern und uns die älteren Gebäude anzusehen.
Der Ort gefällt uns mit den kleinen Gässchen und viele Cafés, hier herrsch eine gemütliche Atmosphäre.

Mit dem Auto fahren wir anschliessend hoch zum Hotel Eleganti wo man laut iOverlander für einen kleinen Aufpreis duschen kann, doch als wir ankommen ist die Eingangstür zwar offen, aber niemand hier.
Im Garten werden wir dann fündig und treffen auf eine ältere, zähe, leicht untersetzte Frau, die von uns je fünf Dollar für eine Dusche verlangt.
Das schient uns doch etwas genug zu sein, jedoch lässt sie anfangs kaum mit sich verhandeln und wir geben nach.

Nach der Dusche zahlen wir dann doch etwas weniger und sie lädt uns zu Kaffee und Kuchen ein, sowie dazu, bei Ihr auf dem Parkplatz zu übernachten.
Ein Blick auf die Uhr teilt uns mit, dass es für eine Weiterfahrt doch schon ziemlich spät ist und wir nehmen die Einladung gerne an und schlagen auf dem Parkplatz unser Lager auf.

Anschliessend machen wir es uns auf ihrer Terrasse gemütlich und geniessen die letzten Sonnenstrahlen, ehe sie hinter den Bergen verschwindet.
Ich gehe früh zu Bett, während Tobi draussen noch ein Bier trinkt.

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