13.10.2019. Zwischen Laubwäldern und Sandstränden, Rebbergen und kleinen Dörfchen

Um sieben Uhr weckt uns bereits die Sonne und wir stehen auf, kochen Kaffee und frühstücken draussen auf unserem schönen Plätzchen.
Anschliessend wird zusammengeräumt und alles startklar gemacht und während Tobi noch alle Scheiben putzt, putze ich den Innenraum und unseren Teppich richtig heraus, denn von dem nassen Boden von vorletzter Nacht ist unsere Karre immer noch dreckig.

Danach fahren wir zurück zur Hauptstrasse und durch das Dorf namens Kertsch, wo wir eine alte Festung besichtigen wollen, doch als wir dort ankommen, teilt uns ein Militärbeamter mit, dass wir hier nichts zu suchen hätten weil das Militär jetzt hier sei.
Ja schade, denken wir und kehren zum Auto zurück, fahren zurück in den Ort und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein.

Anschliessend folgen wir einer Landstrasse die mehr aus Baustellen besteht als aus top Strasse, jedoch gibt es keinen anderen Weg um die Halbinsel zu bereisen.
Sie führt uns an unspektakulären und trockenen Wiesen entlang, die Gegend ist öde und langweilig und ich beginne mich schon zu fragen, was wir hier überhaupt machen wollen.
Doch nach weiteren zwei Stunden Fahrt ändert sich die Landschaft plötzlich.
Bunte Laubwälder, Berge und Felsen, kurvige Strassen die uns über einen kleinen Pass bringen und hübsche kleine Dörfer überraschen uns.

In Sudak besichtigen wir eine uralte Genuesenfestung und es ist ein komisches Gefühl, nach all den persischen Bauten plötzlich auf eine europäische Burg zu stossen, welch ein Kontrast!
Die Burg ist wunderschön gebaut und mit direktem Blick aufs Schwarze Meer, befindet sie sich an einer optimalen Lage.
Wir laufen eine Stunde hier herum und machen uns anschliessend auf den Weg um einen Platz zum Übernachten zu finden.

In einem Dorf weiter westlich finden wir wieder einen wahnsinnig schönen Platz ebenfalls mit direktem Zugang zum Meer und zudem einem Blick auf die umliegenden Rebberge, denn hier auf der Krim wird auch fleissig Wein produziert.

Wir richten uns ein und ich wärme die Resten des Vortages noch auf und nachdem wir gegessen haben, kommen wir mit einer Russin und ihrem Partner ins Gespräch.
Lustigerweise spricht sie auch sehr gut italienisch und obwohl mein Italienisch ziemlich armselig ist, können wir uns doch einigermassen verständigen.
Sie kann sich vor lauter Aufregung kaum beruhigen und hört nicht auf, uns Dinge über das Auto, etc. zu fragen, bis ihr Partner sie schon fast von uns wegziehen muss.
Später nachdem sie sich verabschiedet haben, ist es schon dunkel und der Mond geht über dem Meer auf.
Er glitzert auf dem Wasser und das Rauschen der Wellen, begleitet uns später in einen wunderbaren und tiefen Schlaf.

 

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