12.10.2019. Wir fahren via neuer Brücke auf die Krim

Gewehrschüsse und das aufgeregte Gackern von Fasanen und Rebhühnern weckt uns schon früh am Morgen, wie es scheint sind wir beinahe in der Schusslinie eines Jägers gelandet.
Hier zwischen einer Baumgruppe stehend, kann uns der Jäger unmöglich erkennen und zu allem Überfluss haben die zu erschiessenden Opfer, sich auch noch alle hinter unserem Auto versteckt.
Wir fackeln deshalb nicht lange sondern stehen gleich auf, schliessen das Dach und hupen einmal kräftig um dem Jäger mitzuteilen, dass hier noch jemand ist.

Wir starten den Motor und fahren auf der sehr schlammigen und rutschigen Piste zurück zur Hauptstrasse wo wir auf dem Parkplatz zuerst ein paar zackige Runden um den Dreck aus den Rädern zu kriegen, bevor wir zurück auf die Autobahn fahren.
Dann geht’s auch schon wieder los und wir folgen der Autobahn weiter Richtung Krim, die Strasse ist erstaunlich gut.

Unterwegs halten wir bei einer Raststätte an um etwas zu essen, anschliessend lassen wir gleich nebenan unser Auto waschen und können gleichzeitig sogar selbst noch duschen, absolut perfekt.
Frischgeduscht geht es weiter und nach ein paar Stunden Fahrt kommt auch schon das Schwarze Meer in Sicht.

Wir folgen weiter der Autobahn und schon bald können wir die neue Brücke sehen, die über die Meeresenge auf die Krim führt.
Wir fahren bei einem Polizeicheckpoint vorbei und werden prompt herausgenommen, war ja klar, unser Auto ist aber auch nicht gerade das unauffälligste.
Wir müssen nach vorn fahren und dann die Motorhaube sowie die Hecktüren öffnen, damit die Jungs und Mädels reinschauen können.
Dann dürfen wir wieder weiterfahren und die grosse Brücke überqueren, wofür wir erstaunlicherweise nicht einmal zahlen müssen.

Die Krim Moct wie sie genannt wird ist riesig, hoch und lang, es macht Spass darüberzufahren und dabei die Aussicht auf das Meer zu geniessen.
Auf der anderen Seite angekommen, machen wir uns zeitig auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz, denn es ist schon kurz nach vier und wird inzwischen ziemlich früh dunkel.
Tobi hat via Google Maps ein wenig geschaut wo wir stehen können und so finden wir tatsächlich einen tollen Platz direkt am Meer.

Im Schutz von ein paar Bäumen stellen wir unser Auto hin und ich koche uns was zu Abend, es gibt Schweineschnitzel an einer frischen Kräutersauce, dazu Teigwaren und ein Glas Wein.
Da es schon am eindunkeln ist, verzichten wir auf Tisch und Stühle und essen stattdessen im Auto.
Anschliessend wird der Abwasch erledigt und als ich aus dem Auto rausgucke, verschwinden gerade die letzten Sonnenstrahlen am Horizont.
Der Mond geht auf und beleuchtet unseren Platz, wir brauchen keine Lampen und kein Licht.

Nach dem Essen lesen wir noch eine Weile, anschliessend löschen wir das Licht.

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