28.09.2019. Sightseeingtour durch die historische Altstadt Ichan Qal’a in Xhiva

Um acht Uhr morgens treffen wir uns, um gemeinsam zu frühstücken, anschliessend ziehen wir los, um Ichan Qal’a, die historische Altstadt von Xhiva zu erkunden.
Xhiva selbst, wurde im 6. Jahrhundert nach Christus erbaut und durch ihre Lage als Verbindungsweg zwischen Europa und Indien vor allem strategisch genutzt.
Im Jahre 712 wurde sie von arabischen Streitkräften erobert, was zur Verbreitung des Islams führte.
Sie war schon früher ein Handlungsort für Güter, die von Karawanen transportiert wurden und eine Oase mitten in der Wüste.

Ichan Qal’a ist die historische Altstadt von Xhiva und heutzutage ein beliebtes Touristenziel. Bekannt für ihre hohe Mauern und wunderschönen persischen Bauten, aber auch für das Minarett Kalta Minor, das einst hätte 70m hoch werden sollen, jedoch unvollendet auf der Höhe von 26m zum Stillstand gekommen ist.
Nachdem wir am Eingang ein Ticket für vier Personen gelöst haben, betreten wir die Stadt durch ihren Eingang am Westtor, für jede Himmelsrichtung wurde einst ein eigener Eingang geschaffen.

Drinnen sehen wir als erstes das Minarett Kalta Minor, welches mit wunderschönen blauen Backsteinen verziert ist, ein einzigartiger Blickfang, wenn auch nicht besonders elegant.
Verkaufsstände wohin man schaut, bieten wieder Seidenschals, Teppiche, Schmuck, kleine Handarbeiten und andere Sachen an, aber auch handgefertigte Malereien, die von einer anderen Zeit erzählen.

Wir gehen durch die verschiedenen engen Gassen, besuchen Innenhöfe und alte Moscheen, aber auch kleine Museen von verschiedenen Künstlern und Persönlichkeiten.
Innerhalb der Mauern wurden die einen Gebäude auch zu Hotels umgebaut, wo Touristen rein und rausströmen, meistens angeführt von einer Person mit Fähnchen, nicht ganz unser Ding.
Ich muss gestehen, dass wir uns solche Menschenmassen gar nicht mehr gewöhnt sind, nachdem wir ja eigentlich seit Langem wieder Strecken gefahren sind, wo kaum jemand ist.

Wir schlendern bis Nachmittags in der Stadt herum und essen unterwegs was zu Mittag, anschliessend kehren wir ins Guesthouse zurück, wo wir uns ein wenig ausruhen.
Um halb sieben treffen wir uns wieder und diesmal nehmen wir ein Taxi um wieder nach Ichan Qal’a zu fahren, wo wir in einem grossartigen Restaurant zu Abend essen.

Nach dem Essen nutzen wir die Zeit um uns die historischen Bauwerke bei Beleuchtung  anzusehen, etwas dass sich absolut gelohnt hat.
Immer noch sind viele Leute unterwegs, alle fotografieren oder lassen sich fotografieren, lassen sich von Guides etwas erzählen oder geniessen einfach den schönen Abendstimmung.

Das einzige traurige Bild dass sich uns hier bietet, ist ein einsames Kamel, welches Tag und Nacht vor einem Mausoleum angebunden ist.
Als wir abends vorbeilaufen, liegt es in einer Sandkuhle mit dem Kopf auf dem harten Pflaster und schläft.
Mir bricht wieder einmal fast das Herz und Margit und ich hätten es am liebsten befreit, doch damit wären wir leider niemals durchgekommen.

Es hat abgekühlt, der Sommer scheint auch hier seine Koffer zu packen und dem Herbst Platz zu machen, ich friere sogar schon fast, als wir uns draussen ein Taxi suchen um damit zum Guesthouse zurückzufahren.

Dort angekommen gehen wir sogleich zu Bett, wir sind beide müde und da Tobi angeschlagen ist und eine Erkältung ausbrütet, ist es für ihn sowieso das Beste.

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