09.-11.09.2019. Drei Tage in Khorog an der afghanischen Grenze

Am frühen Morgen frühstücken wir gemeinsam mit Jean und geniessen dabei eine hausgemachte Aprikosenmarmelade die so gut ist, dass ich dem Besitzer vom Guesthouse gerne ein Glas davon abgekauft hätte, leider will er das aus unbestimmten Gründen nicht.
Nach dem Frühstück reinigen Tobi und ich unsere Wassertanks wieder einmal, obwohl wir immer alles filtern, bleibt manchmal ein kleiner Sedimentbelag zurück.
Nachdem wir alles startklar gemacht haben, verabschieden wir uns von Jean und machen uns auf den Weg nach Khorog, der nächsten Stadt, wo wir uns mit Margit und Heinz verabredet haben.
Die Strecke dahin zieht sich nochmals ganz ordentlich weil die Strasse in einem absolut katastrophalen Zustand ist und man nicht schneller als 25Km/h fahren kann.
Wir brauchen also fast drei Stunden bis wir in Khorog eintreffen, passieren dabei nochmals einen Militär Checkpoint und kommen dann endlich an, Heinz hat uns schon einen Platz im Khorog Guesthouse reserviert.
Dort angekommen, treffen wir dabei auch auf Mijke und Dennis, sowie Maike und Albert, zwei Holländer die wir in der Mongolei, genauer gesagt in Khovd am Naadam Fest mal kurz kennengelernt haben.
So sind wir alle zusammen wieder mal eine bunte Truppe an Reisenden, wobei das Wiedersehen sehr herzlich ausfällt.
Wir stellen auf und essen zuerst mal was, anschliessend wird geplaudert und geplaudert, bis Margit, Heinz, Tobi und ich uns zum Inder aufmachen, um dort zu Abend zu essen.
Wir gehen das kurze Stück zu Fuss, einmal durch die halbe Stadt, es sind viele junge Leute unterwegs, streunende Hunde und es herrscht reger Verkehr auf der Strasse.
Bei Chicken Tikka Masala und Rice Byriani unterhalten wir uns weiter und machen uns erst spät am Abend auf den Rückweg.
Zurück bei den Autos, setzen wir uns zu den anderen die irgend ein komisches Kartenspiel spielen und bleiben dann alle noch bis fast ein Uhr morgens sitzen.


Am nächsten Morgen bin ich anfangs buchstäblich im Eimer, mir ging es die ganze Nacht schlecht, angefangen mit der Kotzerei, Bauchschmerzen und fiesem Durchfall, habe ich vom Auto bis zum Badezimmer und wieder zurück, wohl oder übel, mehrere Kilometer zurückgelegt.
Mit einer 1.5 Liter Flasche bestem Elektrolyt hänge ich am Morgen im Stuhl herum und betrachte ohne Lust auf essen die anderen, wie sie Honigbrote in sich hineinstopfen.
Nach einem weiteren Liter Tee bin auch ich langsam wieder dabei, doch heute nehme ich es gemütlich und mache nicht wirklich viel.
Tobi wühlt irgendwo im Auto herum und sucht irgendwelches Zeugs zusammen, dann geben wir noch gemeinsam die Wäsche auf.
Den Rest des Tages verläuft unspektakulär, ich schlafe den halben Nachmittag und sortiere an die achthundert Bilder, Dennis, Mijke, Maike und Albert sind heute weitergefahren Richtung Duschanbe.
Zu viert gehen wir am Abend ins Pamir Hotel um zu Abend zu essen, wobei ich mich für einen Teller Reis und eine Suppe entscheide.
Zurück beim Auto verschwinde ich sogleich in meinem Schlafsack, ich habe einiges an Schlaf nachzuholen.

Am Tag darauf hat Heinz Geburtstag, weshalb wir im Pamir Hotel Frühstücken gehen.
Margit hat extra noch einen Kuchen gekauft und Kerzen eingepackt, gemeinsam singen wir für ihn ein Happy Birthday.
Dann wird gefrühstückt und wir bleiben noch bis Mittags da sitzen und unterhalten uns, dass die Serviceangestellten schon fast befürchten, dass wir ewig vom Buffet essen, weshalb sie es schleunigst abräumen.
Auf dem Rückweg zu den Autos legen wir noch einen kurzen Stopp in einem kleinen Supermarkt ein, wobei ich wieder einmal staune, wie viel unnötige Süssigkeiten hier verkauft werden.
Die Regale sind vollgestopft davon, es ist echt unglaublich, dafür kriegt man dann auch nur sehr wenig Gemüse.
Immerhin können wir unseren Biervorrat wieder aufstocken und noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, dabei machen wir auch gleich noch einen halt im Schnapsladen, weil Margit für Heinz eine Flasche Sekt kaufen will.
Nachdem wir uns für eine Flasche entschieden habe, übernehme ich sie und im Auto stellen wir sie gleich kalt, für den Nachmittag.
Da sich mein Magen schon wieder vollständig erholt hat, lassen wir es uns nicht nehmen, schon kurz nach Mittag das erste Mal auf Heinz anzustossen und ihn zu feiern.
So verläuft dann auch der ganze Nachmittag und gegen den Abend futtern wir ein paar Oliven mit Käse und Brot, Heinz und Tobi gehen noch Pizza holen und obwohl der sogenannte Sekt meilenweit entfernt von Sekt gewesen ist, haben wir einen sehr schönen Abend mit Bier und Wein.
Als es schon spät ist gehen wir dann auch bald ins Bett, schliesslich wollen wir am nächsten Tag weiterfahren.

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