12.09.2019. Wir verlassen Khorog und fahren weiter auf dem Pamir Highway Richtung Duschanbe

Trotz, dass wir uns schon seit Tagen immer entlang der afghanischen Grenze befunden haben, ist es immer ruhig gewesen und oftmals wird uns auch gewinkt.
Nachdem wir am Morgen gemeinsam gefrühstückt haben, räumen wir zusammen und vereinbaren mit Heinz und Margit, dass der der zuerst einen Übernachtungsplatz entdeckt hat, dem anderen den Standort schickt, so muss nämlich auch keiner auf den anderen warten.

Da wir jedoch alle noch die Aufenthaltsbewilligung unserer Autos verlängern müssen, treffen wir uns eine halbe Stunde später wieder beim Tadschikisch-Afghanischen Zoll, weil man das dort erledigen muss.
Heinz ist schon mit dem Ein-Stern Beamten zugange, der sich in seinem Job ziemlich schwer tut.
Die temporäre Einfuhr eines Fahrzeuges ist in Tadschikistan nur für 15 Tage möglich, jedoch kann man dies hier oder in Duschanbe verlängern lassen, so also heute auch wir.

Das Verlängern ist übrigens kostenlos, auch wenn die Beamten gerne Geld verlangen um Kohle zu machen, so wie dieser heute.
Ganz ehrlich, ich habe ihn wirklich ausgelacht, weil ich von der verdammten Korruption so die Schnauze voll habe, ich finde es unglaublich dass man sogar nicht mal von der Polizei noch vom Militär sauber behandelt wird.
Auch Heinz weigert sich, ihm auch nur einen Cent zu geben und der beamte druckst herum und macht gar nix, bis ich ihm sage dass ich seinen Boss sprechen wolle, wo er Schiss bekommt.

Als Heinz ihm auch noch sagt dass er seinen Kontakt am Zoll anrufen solle, knickt er ein und füllt uns die neuen Formulare aus, stempelt es wiederwillig und drückt es uns in die Hand.
Für eine Prozedur die normalerweise nur 2 Minuten dauert, haben wir also wieder fast eine Stunde gebraucht, schon erstaunlich oder?
Immerhin kann es danach endlich losgehen, wieder folgen wir dem Panji weiter durch das endlose riesige Tal, kommen dabei an winzigen Dörfchen und Kommunen vorbei, winken den Kids und Erwachsenen und betrachten das harte aber auch freie Leben der Bewohner hier.

Es ist echt eine spannende Gegend hier, mit den Lehmhütten und Feldern, Bäumen und schroffen und riesigen Bergen, echt der Wahnsinn.
Die Strasse ist wie immer eine Katastrophe und wir rumpeln langsam durch das Tal, brauchen für wenige Kilometer den ganzen Tag und erreichen aber am Abend zum Glück einen höher gelegenen Übernachtungsplatz, wo man uns von der Strasse aus nicht sehen kann.

Ich koche für Tobi und mich ein Gemüsecurry, Margit und Heinz treffen erst zwei Stunden später bei uns ein.
Da es um halb sieben schon beinahe dunkel ist, beeilen wir uns meistens ein bisschen mit kochen, etc.
Immerhin brauchen wir heute Abend keine Lampe denn der Mond scheint so hell vom Himmel, dass es fast schon wie am Tag wirkt.

Es ist kühl aber nicht kalt als wir zu Bett gehen und herrlich ruhig, genau dass was wir mögen, und so hauen wir uns ganz entspannt in unsere Schlafsäcke.

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