07.09.2019. Besuch auf dem Container-Market und auf dem Weg zum Bulunkul Köl

Am Morgen als die Sonne aufgeht, wird es endlich auch ein wenig warm und wir werden von einem strahlend blauen Himmel und einem wunderschönen Blick auf die Berge begrüsst.
Nach einem Kaffee räumen wir zusammen und fahren zurück nach Murgab, ich will mich unbedingt noch ein wenig auf dem Container-Markt umsehen.

Da der Sim Karten Verkäufer den einen Biker am Vortag über den Tisch gezogen hat, lauern wir dem zuerst auf um nachzukontrollieren, ob er dies auch bei uns gemacht hat, zum Glück hat er dies aber nicht gemacht, wir haben die richtige Anzahl an GB’s auf unseren Karten.

Wieder treffen wir auf Mijke und Dennis und diesmal gehen wir zu viert in ein nahegelegenes Restaurant, wo wir uns zu viert an einen Tisch setzen, Samsa futtern und Tee trinken.
Wir plaudern und unterhalten uns über die bevorstehende Strecke, die beiden wollen so schnell wie möglich nach Khorog, weil sie mit der Höhe Mühe haben, deswegen haben sie noch einen langen Weg vor sich.

Nach einem Selfie verabschieden sie sich und fahren los, Tobi und ich schlendern noch ein wenig auf dem Container-Market herum und entsorgen zugleich unseren Abfall in eine Tonne.
Es sind erstaunlich viele Touristen hier, was wir nicht erwartet hätten, auf dem Pamir Highway ist wirklich alles unterwegs, zu Fuss, mit dem Fahrrad, zu Pferd, mit dem Auto usw.

Wir inspizieren die einzelnen Container wo die Leute Seile, Halfter, Säcke und andere Sachen verkaufen, sowie Unmengen an Süssigkeiten, Gemüse und Früchte.
In einer betonierten Jurte entdecken wir sogar einen Metzger, ein halber Kuhschädel liegt noch herum, zudem ein paar Schafsschenkel, etc.

Leider haben die restlichen Container geschlossen, weshalb wir uns nach einer Stunde zum Auto zurückgesellen, um Richtung Bulunkul Köl zu fahren, einem See abseits des Pamir Highways.

Auf dem Weg dahin müssen wir bei einem Military Checkpoint anhalten und unser Visum zeigen, jeder Tourist der hier durchfährt, wird registriert.
Der Grund dafür ist simpel, ein Teil der Strecke führt direkt an der afghanischen Grenze entlang, weshalb man aus Sicherheitsgründen die Touristen regelmässig aufschreibt, im Falle einer Entführung.
Nachdem wir registriert wurden, dürfen wir weiterfahren, wobei uns die Strecke durch wunderschöne Berglandschaft führt.

Der Ort hier ist einfach unglaublich und fühlt sich eine wenig an als wären wir auf einem anderen Planeten unterwegs.
Es ist karg und trocken, windig und heiss, etwa so wie man sich vermutlich die Hölle vorstellt, nur um einiges schöner.
Die Strassen sind schlecht, haben viele Schlaglöcher oder zum Teil gar kein Asphalt mehr, sondern nur noch Schotter, trotzdem geniessen wir die Fahrt.
Bevor wir zum Wakhan Korridor abbiegen, geht es links weg wobei wir den Highway verlassen und über Schotter und Wellblechpisten fahren, direkt zum Bulunkul Köl.

Aber wir wollen zuerst noch ein Stück durch das Tal fahren und dabei einen Geysir anschauen, denn es hier gibt.
Es schiesst nicht gerade eine 15m Fontäne raus, mehr spuckt er an die 30cm Wassermasse, nicht gerade spektakulär.
Der zweite Geysir ist ausgetrocknet, nur noch ein weisser Kreis lässt sich ausmachen, Wasser spuckt er keins mehr.

Auf dem Rückweg wollen wir noch eine ehemalige Karawanenruine besichtigen, jedoch haben wir keine Lust auf eine Flussüberquerung, deshalb lassen wir es bleiben.
Nachdem wir noch den grossen Yassikul Köl besichtigt haben, fahren wir zum Bulunkul Köl zurück, um da zu übernachten.

Leider ist es so windig, dass wir alles herunterzügeln müssen, immerhin lässt es sich anschliessend herrlich ruhig schlafen.

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