28.08.2019. Arslanbob, ein Besuch auf dem Bazaar und einen Abend in kanadisch/spanischer Gesellschaft

Wir sind zeitig auf den Beinen und nach einem Apfel und einem Quark, packen wir zusammen und fahren die letzten dreissig Kilometer bis nach Arslanbob.
Dort angekommen, fällt uns ein kleiner roter Toyota Bus auf, mit St. Galler Nummernschild.
Das Rätsel lüftet sich zehn Minuten später, als wir mit Christina und Urs ins Gespräch kommen, die zwei Tage in Arslanbob verbracht haben.

Ja so kommen wir natürlich wieder nirgendswo hin denn wir quatschen und quatschen, werden inzwischen von anderen Autos zugeparkt und machen uns erst eine Stunde später auf den Weg zum Bazaar.
Und wieder vergessen wir vor lauter plaudern, ein Foto von den beiden Schweizern  zu machen!
Am Bazaar gehen die zwei essen und fahren dann weiter nach Osch, Tobi und ich spazieren indes durch die Menschenmenge und machen uns auf den Weg zu einem Wasserfall, den wir besichtigen wollen.

Während wir uns einen Weg durch die Menschenmenge bahnen, fühlen wir uns irgendwie in den Iran zurückversetzt, denn hier drückt irgendwie die persische Kultur durch.
Anscheinend lebt in Arslanbob eine Minderheit von Usbeken und der Islam scheint hier sehr kultiviert zu sein, man kann in diesem kleinen Teil des Landes zum Beispiel auch kein Alkohol kaufen.
Hier wird wieder allerhand verkauft, von Fleisch und Gemüse, über Schuhe, Kleider, Accessoire’s und so weiter, bekommt man wieder einmal alles.

Wir laufen weiter und gehen dabei ein gutes Stück durch das Dorf, wobei wir die zum Teil sehr schönen Häuser betrachten, zu denen aufgeräumte und sauber gepflegte Gärten gehören.
Bei Wasserfall angekommen, erfrischen  wir uns an der eiskalten Gischt die uns entgegenweht, eine herrliche Abwechslung zur ewigen Hitze.
Wir bleiben eine Weile stehen und betrachten die Unmengen an Wasser, das über die Felsen hinunterstürzt.

Anschliessend gehen wir weiter, denn wir wollen zu einem Aussichtspunkt hochlaufen, jedoch finden wir dabei irgendwie den Weg nicht.
Es ist heiss und es geht kein bisschen Wind, wir schwitzen und schlussendlich finden wir uns mit einer Kanadierin und einem Spanier im Schatten eines Busches wieder.

Jo und José sind mit dem Motorrad unterwegs und von Madrid nach Kirgisistan gefahren, lustigerweise haben sie am Abend zuvor schon mit Christina und Urs gecampt.
Wir sind uns alle einig dass wir uns auf dem falschen Weg zum Aussichtspunkt befinden und die Aussicht von hier aus wo wir jetzt sind, sowieso viel besser ist.
Also machen wir uns zu viert wieder an den Abgang auf dem steinigen und rutschigen Untergrund, wobei José mehrere Male richtig böse ausrutscht.

Unten entscheiden wir uns für Kaffee und anschliessend verabreden wir uns für eine gemeinsame Übernachtung am Fluss, mehrere Kilometer weiter unten im Tal.
Tobi und ich futtern noch je einen Samsa und nehmen noch zwei take away mit, dann fahren wir zum Fluss und richten uns dort ein.

Ich lese ein wenig und Tobi döst vor sich hin, später dann braten wir Kartoffeln mit Gemüse zum Abendessen.
Jo und José treffen wenige Stunden später ebenfalls ein und so verbringen wir einen coolen Abend zusammen, wobei wir uns eine Flasche Wein teilen und Tobi noch Vodka auftischt.

Der Himmel ist sternenklar als wir schliesslich zu Bett gehen, es scheint eine mondlose Nacht zu sein.

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