26.08.2019. Ein Tag ausspannen am Kara Suu Köl

Wir schlafen aus und frühstücken dann in der Morgensonne, wobei die Luft auf über 2000m herrlich angenehm kühl ist.
Nach dem Frühstück beschliessen wir, unser neues Moskitonetz auszuprobieren, dass wenn ich richtig gezählt habe, schon das fünfte ist, was wir austesten.
Natürlich endet es wieder einmal in einer riesigen Bastlerei mit Nadel und Faden, doch schlussendlich finden wir das Endergebnis gar nicht mal so übel.

So hocken wir also unter der Sonnenstore mit unserem Moskitonetz und betrachten aus dieser Perspektive den Kara Suu Köl, geniessen die herrliche Stille und das Privileg, an so einem wunderschönen Ort alleine zu sein.
Nach etwa einer Stunde tauchen dann die Russen auf und laden uns spontan zum BBQ bei Ihnen ein.

Eine grosse Familie die mit drei Autos unterwegs sind und ihr Camp zwischen den Bäumen aufgestellt haben, allesamt total sympathisch und nett.
Sergey und seine Frau Natalia sprechen sogar ein wenig Deutsch und da wir mit Englisch nicht weit kommen, versuchen wir es mit unseren paar Brocken Russisch, was besser läuft als anfänglich erwartet.

Die beiden kamen zur Zeit der Sowjetunion nach Kirgisistan und sind seitdem auch nach dem Bruch hiergeblieben und inzwischen auch mehr hier zuhause als in Russland.
Sie tischen uns Fleisch, Salat, Suppe, Kaffee, Schokolade und Vodka auf und zusammen trinken wir was und unterhalten uns bis Mitte Nachmittags, verabreden uns dann zum Abendessen wieder und kehren dann zum Auto zurück.

Tobi und ich legen die Füsse hoch und geniessen die atemberaubende Aussicht auf den See und die umliegenden Bergen, die Ruhe und das schöne Wetter.
Gegen den Abend koche ich einen grossen Topf Spaghetti Bolognese, den wir zu den anderen mitbringen, Natalia hat in der Zwischenzeit eine grosse Pfanne Plov gebraten.

So teilen wir uns die Speisen und vor allem die Kids langen ordentlich zu, als sie die Spaghetti sehen.
Wir bleiben noch lange sitzen und unterhalten uns und die verschiedenen Geschichten die wir erzählt bekommen, sind so interessant, dass wir fasziniert zuhören.
So wird es spät bis wir uns verabschieden und uns für den schönen Abend bedanken, zurück zum Auto gehen, abwaschen und uns aufs Ohr hauen.

Inzwischen hat der Wind angezogen und es ist erstaunlich kühl, weshalb wir froh sind, dass wir in unsere dicken Schlafsäcke kriechen können.

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