25.08.2019. Offroad-Track zum Kara Suu Köl

Am nächsten Morgen machen wir uns nach einem kurzen Frühstück auf den Weg um über den Pass zu fahren, dabei erhalten wir eine traumhafte Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler, die Kirgisistan wirklich zu etwas Besonderem machen.
Da es noch zeitig am Morgen ist, ist die Luft herrlich kühl und der Verkehr verhältnismässig angenehm.

Eigentlich wollen wir oben die alte Passstrasse nehmen, leider ist der Zugang jedoch versperrt und wir müssen durch einen rabenschwarzen, unbelüfteten, Tunnel fahren.
Auf der anderen Seite erhalten wir dafür eine tolle Aussicht auf weite Steppe, Hügel und Farmland.
Wir fahren den Pass hinunter, machen ein paar Fotos und fahren auf einer guten Strasse durch eine sehr interessante Gegend.
Da hier der Tourismus schrittweise kommt, finden wir entlang der Strasse viele Jurten wo Übernachtungen, Trekkingtouren, usw. angeboten werden.
Auch vielen selbstgemachten Honig, Stutenmilch, Käse und anderes werden angeboten.

Wir fahren durch weitere Berge und Täler, folgen wunderschönen Flüssen und landen schlussendlich am See Toktogul mit dem dazu gleichnamigen Ort.
Dort werden wir nach ein wenig Suche nach einem Restaurant fündig, doch wir hatten schon ein besseres Kuurdak, um ehrlich zu sein.
Nach dem Essen geht die Fahrt weiter denn wir wollen hoch bis zum Kara Suu Köl, ein Bergsee, irgendwo im Nirgendwo.

Der Track dahin beginnt mit der Challenge, zuerst mal den richtigen Weg zu finden, nachdem die Hürde genommen ist, kommen wir nur sehr langsam voran.
Der Weg ist eine Art Service Road für die Stromleitung die da mal gebaut wurde, dementsprechend ist der Weg steil, die Steine lose und spitzig und die Sonne brennt auf uns und die Karre runter.

Unterwegs kommt uns ein Biker auf seiner Enduro entgegen und siehe da, er begrüsst uns mit einem «Hoi Zäme!».
Haha also da glotzen wir beide zuerst mal blöde, wo kommt der denn her?
David lebt in Osch im Süden Kirgisistans und bietet Enduro Tracks an, für Touristen, leider vergessen wir vor lauter plaudern, ein Foto von ihm zu machen, wir Idioten.
David fährt mit seiner Gruppe weiter und auch wir machen uns anschliessend wieder auf den Weg, rollen vorsichtig die schmale Piste herunter ins Tal und folgen dann einem der subersten Bergbäche die wir je gesehen haben, zum Kara Suu Köl.

Für die letzten paar Kilometer brauchen wir dann ebenfalls wieder eine Ewigkeit und als wir endlich ankommen, ist es auch schon wieder Abends um sieben.
Doch die Fahrt dahin hat sich definitiv gelohnt, denn ausser einer russischen Familie die uns begrüsst, ist hier keine Menschenseele zu sehen.

Wir richten uns ein, essen zu Abend und gehen nach der langen Fahrt, zeitig zu Bett, es ist ein sehr langer, heisser und anstrengender Tag gewesen.

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