21.08.2019. Eine weitere atemberaubende Passfahrt, hoch zum Bergsee Son Köl

Das Rauschen des Baches weckt uns am frühen Morgen und wir freuen uns über einen blauen Himmel und warme Sonnenstrahlen, als wir aus unserem Klappdachzelt rausschauen.
Das motiviert zum aufstehen und den Tag zu beginnen, weshalb wir sogleich Kaffee kochen und uns ein paar Honigbrote machen.

Nachdem wir zusammengeräumt haben, überqueren wir den kleinen Bach wieder und machen uns mit dem Auto daran, den Pass hochzufahren, der auf 3346m liegt.
Der Weg hinauf ist easy und um einiges einfacher zu fahren als der letzte, zudem können wir dank klarem Himmel auch endlich ein bisschen was sehen.
Die Aussicht ist atemberaubend, in der Ferne können wir sogar die Schneespitzen von noch höheren Bergen entdecken.

Grüne Wiesen und bunte Blumen erstrecken sich vor uns, Nadelbäume und farbige Felsen, dazwischen sieht man immer wieder mal eine Kuh oder ein Murmeltier herumwuseln.
Es geht ein kühler Wind und wir sind froh um unsere leichten Jacken, ohne die wäre es doch etwas zu kühl gewesen.

Wir fahren über den Pass und auf der anderen Seite ein Stück herunter, dann kommt auch schon der Son Köl in Sicht, der in einem tiefen Blau regungslos vor uns liegt.
Das Bild hier erinnert einen an die Mongolei, denn wir entdecken sehr viele Jurten, die mit Herden von Schafen, Ziegen, Kühen und Pferden umgeben sind.
Aber wir entdecken auch Zeltlager für Touristen, die eine Tour gebucht haben, meistens entweder zu Fuss oder zu Pferd, manchmal aber auch mit gemieteten Motorrädern.

Eigentlich wollen wir um den See herumfahren doch da die Piste genau so mongolisch ist, wie der Rest der Umgebung, kehren wir irgendwann wieder um, um auf die anderen Seite zu gelangen, wo wir den Pass wieder komplett herunterfahren können, was kürzer ist.
Dabei führt uns die Piste über weitere Hochebenen, vorbei an Pferdeherden und wunderschönen Berglandschaften.

Die Strasse die den Berg hinunterführt ist steil, aber gut befahrbar, unten gelangen wir in ein paar weitere Täler, wo wir nochmals über zwei kleinere Bergpässe fahren müssen.
Die Strecke zieht sich noch ordentlich und wir brauchen fast nochmals zwei Stunden, bis wir endlich wieder unten auf der Hauptstrasse Richtung Koshkor ankommen.

Wir nehmen den 4×4 raus und fahren los, dabei muss ich wieder einmal feststellen dass die Kirgisen ganz miese und vor allem gefährliche Autofahrer sind, die in den unmöglichsten Situationen überholen und ich mehrmals von der Strasse abweichen muss, um einen Unfall zu vermeiden.
Sie fahren wie sie reiten, sagen Tobi und ich meistens, und in der Regel trifft das auch zu, denn sie haben für die Geschwindigkeit eines Autos überhaupt kein Gefühl und gefährden mit ihrem Fahrstil die anderen Leute auf der Strasse, so auch uns.

Wir brauchen nochmals eine gute Stunde bis Koshkor und essen dort in einem Restaurant zu Abend, je eine Suppe mit Pelmeni, zudem eine Portion Kuurdak, gebratene Kartoffeln mit Rindsfleisch und Zwiebeln.

Eigentlich wollen wir danach eine Strecke fahren, die uns zwischen zwei Gebirgszügen durchführt doch in der Ferne ist schon wieder Regen auszumachen, also streichen wir die Idee wieder und fahren auf der normalen Hauptstrasse weiter Richtung Bischkek.

Unterwegs verlassen wir die Strasse und suchen uns einen ruhigen Übernachtungsplatz in einem Tal, wo wir uns für die Nacht einrichten.
Essen tun wir nach dem grossen Menü nichts mehr, nur noch einen Tee kochen, Beiträge schreiben und danach ins Bett gehen.

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