20.08.2019. Es geht weiter Offroad durch die Berge

Es ist eine eiskalte Nacht und unsere Motorhaube ist gefroren, als wir am nächsten Morgen aufstehen.
Wir haben schon früh die Standheizung eingestellt und sind dankbar über die Wärme, die sie abgibt.
Wir kochen uns einen heissen Kaffee und essen kurz was, anschliessend räumen wir zusammen und fahren zurück auf die Piste, weiter hinunter ins Tal.

Die Berge sind atemberaubend auch wenn es noch bewölkt ist, die Sonne kann sich leider nur minimal durchkämpfen.
Wir müssen immer mal wieder einen Bergbach oder den Fluss überqueren, jedoch haben wir öfters eine Brücke oder die Stelle ist einfach um durchzufahren.

Wir fahren durch verschiedene Täler, jedes sieht anders aus als das letzte und dabei treffen wir auf eine vielfältige Tierwelt.
Wir sehen natürlich wieder Kühe, Ziegen und Schafe, aber auch Pferde, Murmeltiere, Esel, Geier und andere Greifvögel, sogar ein einsames Kamel (ein Kamel auf 3000m?) treffen wir an, es ist einfach nur schön.
Die Murmeltiere sind riesig und ziemlich fett, sie bewegen sich nicht allzu schnell und sehen ziemlich witzig aus.

Wir können uns von den Felsen und Bergbächen kaum sattsehen und halten ständig wieder an, um Fotos zu machen oder einfach nur die Landschaft zu geniessen.
Als wir unten auf der Hauptstrasse ankommen, haben wir immerhin gesamthaft an die 200Km Offroad durch die Berge hinter uns.

Wir fahren weiter bis nach Naryn, wo wir per Zufall auf Helga, Horst, Christina und Helge treffen, die mit den Unimogs unterwegs sind und hier ebenfalls angehalten haben, um etwas zu Mittag zu essen.
Wir gesellen uns zu ihnen ins Nomad Café und freuen uns, sie alle wiederzusehen, bestellen ebenfalls was zu essen und plaudern.
Es ist schon cool wenn man Leute irgendwo kennenlernt und sie dann in anderen Ländern wieder antrifft, die Freude ist gross.
Nach dem Essen gehen wir noch gemeinsam zum Bazaar, anschliessend fahren Tobi und ich weiter, denn wir haben noch ein Stück vor uns.

Wir tanken in Naryn noch kurz auf, danach führt uns die Strasse an Lehmbergen und kleinen Dörfern vorbei, wo Kinder uns winken und Erwachsene uns erstaunt nachschauen.
Hier ist es hauptsächlich muslimisch und wir sehen viele alte Friedhöfe mit Gräbern aus Lehm, Moscheen und andere Gebäude, die den berühmten kleinen Halbmond tragen.

Da wir noch eine weitere Passfahrt vor uns haben und der Himmel schon wieder grau und düster wirkt, müssen wir uns ein wenig beeilen, um noch einen geeigneten Schlafplatz zu finden.
Kurz bevor die Passstrasse beginnt, finden wir an einem Bergbach einen friedlichen Platz, der mit Bäumen gesäumt ist, dort richten wir uns dann sogleich ein.
Tobi kocht zu Abend und ich nutze die Zeit um zu schreiben.

Nach dem Essen bleiben wir nicht mehr allzu lange auf, sondern gehen früh zu Bett.

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