03.08.2019. Wir fahren weiter Richtung Almaty

Der Tag bricht an und wir werden von einem Hirten mit seiner Herde und seiner kleinen Tochter auf dem Motorrad besucht, der unser Auto gesehen hat.
Wir geben der Kleinen ein paar Bonbons und winken den beiden noch hinterher als ihr Vater festgestellt hat, dass die Herde schon komplett ohne ihn weitergezogen ist.

Danach stellen wir mit einem Blick unter das Auto fest, dass wir bei der linken Vorderachse Öl verlieren, nicht schon wieder.
Das letzte Mal haben wir in Vladivostok alles neu machen lassen, weil der Simmerring undicht war, nun stehen wir wieder vor demselben Problem und müssen in die Garage.

Wir nutzen die Kühle um die Küchenkiste und den Kühlschrank zu reinigen, da hat sich schon wieder ordentlich Staub und Dreck angesetzt, anschliessend fahren wir los.
Auf dem Weg kommt uns ein älterer Herr mit einem karren entgegen, der von einem kleinen Esel gezogen wird, etwas was wahrscheinlich irgendwann komplett verschwinden wird.
Die Strassen sind top und wir kommen immerhin gut voran, die Sonne begleitet uns die Landschaft ist grün und schön.

Irgendwann kommen wir wieder bei der alten und verhassten Hauptstrasse an, jedoch ist die Strecke darauf kurz, denn plötzlich verändert sie sich in eine top zweispurige Autobahn, worüber wir mehr als glücklich sind.
In einer Raststätte halten wir an und essen einen Teller Ganfan und bestellen zusätzlich noch zwei Samsa, gefüllte Teigtaschen nach kasachischer Art, in Indien auch als Samosa bekannt.
Diese nehmen wir mit um sie abends zusammen mit einem Salat zu essen.

Die Umgebung fängt an sich zu verändern, die kleinen Häuschen verschwinden, machen Casinos und Hotels Platz, die Autos werden neuer, das Verkehrstempo schneller und wir sehen mehr Leute, Almaty ist nicht mehr weit.
Wir halten kurz an um ein paar Gurken und Tomaten zu kaufen und machen uns dann auf die Suche nach einem Schlafplatz.
Eigentlich würden wir gerne am See oberhalb der Stadt schlafen doch da es Samstag ist, können wir es gleich wieder vergessen, es hat viel zu viele Leute.

Also suchen wir uns auf der anderen Seite der Autobahn etwas und finden ein abgebranntes Feld, wo wir uns einrichten.
Nicht der schönste Platz dafür keine Insekten und keine Menschen, wir haben komplett unsere Ruhe.
Wir essen unsere Samsa und den Salat dazu, duschen nochmals weil wir komplett durchgeschwitzt sind und gehen dann zeitig ins Bett.
Wir machen alle der Seiten des Zeltstoffes runter, so das nur noch das Moskitonetz da ist und machen den kleinen Ventilator an, doch auch das hilft kaum gegen die Hitze.

In der Ferne blitzt und donnert es, der Wind zieht an aber es bleibt zum Glück trocken.
Wir brauchen eine Ewigkeit bis wir endlich einschlafen können, es ist einfach immer noch zu warm.

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