24.+25.07.2019. Schlechtwetterprogramm und Geburtstag feiern in Gorno Altaisk

Es regnet immer noch als wir am Morgen aufwachen, der Himmel ist grau und wolkenverhangen und es sieht überhaupt nicht nach einer Besserung der aktuellen Wetterlage aus.
Wir gehen erstmals frühstücken, ein Buffet mit Brot, Käse, Wurst, Gurkenscheiben und hartgekochten Eiern, keinen Kaffee dafür Tee.
Die Köchin ist ein wahrer russischer Sonnenschein die in etwas so viel Wärme ausstrahlt, wie ein Eisklotz in der Antarktis.
Nicht mal ein freundliches Dobrje Utra (Guten Morgen), reicht aus um den Hauch eines  Lächelns in ihr Gesicht zu zaubern.

Nach dem Frühstück ziehen wir uns dank Regenwetter aufs Zimmer zurück und ich nutze die Zeit wieder einmal um Beiträge zu schreiben, Fotos zu sortieren und alles hochzuladen, was mir gute vier Stunden Arbeit einbringt.
Danach chillen wir einfach den restlichen Tag, lesen und verbringen Zeit im Internet, um für Kasachstan die Sehenswürdigkeiten zu recherchieren.

Am Abend fahren wir wieder in die Stadt um zu essen, diesmal gehen wir ins El Gran, ein Lokal das ich im Internet gefunden habe und welches mich wegen des Ambientes angesprochen hat.
Es ist Innen wie ein Schiff ausgebaut, massiv mit Holz und rustikal, wir finden es cool.

Ich bestelle eine Gusseisenplatte mit gebratenen Kartoffeln, Tomaten Fleisch und Zwiebeln, Tobi etwas ähnliches, dazu teilen wir uns einen Salat.
Während dem Essen kommen wir mit einer jungen Russin namens Aruna ins Gespräch, sie ist eine geborene Altai, auch ihre Eltern sind hier aufgewachsen.
Da sie sehr gut Englisch spricht können wir uns super mit ihr unterhalten und einiges über die Stadt und ihre Einwohner erfahren.
Auch gibt sie uns ein paar kulinarische Tipps auf den Weg und erzählt uns was im Altai so zur typischen Kultur gehört, es ist sehr interessant.

Als es schon spät ist verabschieden wir uns von Aruna und machen uns langsam auf den Rückweg und zurück im Hotel gehen wir bald darauf ins Bett.
Bilder haben wir heute keine gemacht.

An meinem 32. Geburtstag regnet es weiterhin ununterbrochen und auch diesmal ist keine Besserung in Sicht, darum wird erstmals ordentlich ausgeschlafen und gefrühstückt.
Mein Handy vibriert und klingelt ununterbrochen und ich bin bestens beschäftigt, allen zurückzuschreiben, weshalb es früher Nachmittag wird, bis wir ins National Museum von Gorno Altaisk fahren können.

Unser Geburtstag Schlechtwetterprogramm, obwohl wir eigentlich gerne Sightseeing gemacht hätten oder uns die Berge ringsum ansehen wollten.
Nun sehen wir uns ausgestopfte Tiere an, hauptsächlich Rehe, Wölfe, Bären, Luchse, Füchse, eine Eule und eine Katze die nicht sehr hübsch gestaltet wurde, trotzdem ist es spannend.
Auch viele Gesteinsarten, Kristalle und verschiedene Moosarten werden besichtigt, sowie eine alte Yurte die damals noch aus Holz gebaut wurde, etc.
Das Museum erzählt uns die Geschichte des früheren Lebens im Altai, welches sehr hart war wenn man die Temperaturen bis zu -40 Grad bedenkt.

Die Zeit im Sommer wird auch heute noch genutzt um genügend Holz für den Winter zu schlagen und Heu für das Vieh anzubauen und zu ernten, auch Weizen usw. spielen eine immer noch wichtige Rolle.
Wir verbringen fast zwei Stunden im Museum und gehen anschliessend einen Kaffee trinken, danach fahren wir zurück ins Hotel um zu duschen und uns ausgehfertig zu machen.

Wir bestellen ein Taxi in die Stadt und da das Essen im El Grand so gut gewesen ist, gehen wir gleich nochmals dahin, diesmal eingeladen von meinem Vater der als Geschenk die Rechnung übernimmt, herzlichen Dank nochmals dafür Papi.
Wir bestellen eine Flasche Wein und lassen es uns den ganzen Abend lang gut gehen, plaudern und diskutieren über die Livebands im Fernseher hinter uns wo eine Metal Band nach der anderen spielt.

So vergeht ein wunderschöner Abend wo wir ausnahmsweise mal nicht auf die Preise schauen mussten, mit gutem Essen und Wein und viel Gelächter.
Später nehmen wir uns ein Taxi zurück zum Hotel und gehen anschliessend ins Bett.

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