23.07.2019. Wir kommen in Gorno Altaisk an

Leiser Regen prasselt auf unser Klappdach und wir stehen nur mit Widerwillen auf.
Wir trinken kurz einen Kaffee und teilen uns einen Apfel, dann wird zusammengeräumt.
Auf der Strasse herrscht anfangs wenig Verkehr, doch dies ändert sich, sobald wir in die Nähe von Gorno Altaisk kommen.
In einer Raststätte essen wir kurz etwas, dann geht die Fahrt weiter durch die traumhaften Bergen.

Inzwischen hat der Regen leider voll eingesetzt und die hohen Berggipfeln verschwinden hinter einer grauen und dicken Wand.
Trotzdem gefällt uns der Weg durch das Tal, vorbei an Dörfern mit kleinen Holzhäuschen und rauchenden Schornsteinen, dem grossen Fluss der dahinzieht, die vielen Pferde und Kühe usw. es ist eine einzige Idylle.
Mit der Zeit wird es um einiges touristischer, überall tauchen Ferienanlagen mit Chalets auf, noble Hotels wunderschön aus Holz gebaut, schicke Restaurants und Marktstände runden das Bild ab.

Schwarmweise sind die Russen in ihren Sommerferien im Altai unterwegs und stürmen die Stände die selbstgemachte Kräutermischungen für Tee, aber auch Honig und andere Spezialitäten anbieten.
Wir fahren daran vorbei, denn wir wollen zeitig in Gorno Altaisk ankommen, wo wir für die kommenden Tage ein Hotel gebucht haben.

Endlich angekommen fahren wir zum Gostini Dvor, wobei wir unterwegs noch Horst und Helga im Verkehr antreffen, die auf dem Migrationsamt waren um die Visa-Registration machen zu lassen, doch auch hier wieder Fehlanzeige.
Die auf dem Migrationsamt haben sich geweigert und ihnen gesagt, sie müssen dafür in einem Hotel übernachten, verdammte Geldmacherei!
Leider haben wir keine Zeit um lange zu plaudern, mehr als ein Hupen und winken liegen leider nicht drin.

Wir fahren weiter zum Hotel, parkieren und checken ein, anschliessend fragen wir gleich wegen der Registrierung nach, welche laut Hotel kein Problem sein sollte.
Anschliessend beziehen wir unser Zimmer und ich will erst mal eine heisse Dusche nehmen, doch es gibt kein heisses Wasser, also ziehe ich mich an und bitte die Dame an der Rezeption, sich darum zu kümmern.

Die Kommunikation mit Leuten die kein Wort Englisch sprechen, ist immer wieder eine Sache für sich, für mich wäre dies im Bereich Tourismus jedoch ein Muss.
Nach einer Stunde warten gibt’s endlich heisses Wasser und eine herrliche Dusche, was für ein Luxus für uns!

Etwas was man so richtig schätzt, wenn man immer mit dem Trinkbecher und einem Eimer heissen Wasser duscht, ist fliessendes heisses Wasser unbegrenzt.
Da es immer noch ununterbrochen regnet, chillen wir einfach im Zimmer und lesen.

Gegen den Abend sind wir langsam hungrig, weshalb wir uns mit dem Auto auf den Weg ins Stadtzentrum machen, unsere Unterkunft liegt etwas ausserhalb der Stadt.
Nachdem wir dort nach ein wenig herumlaufen endlich ein Restaurant gefunden haben, essen wir was und laufen dann noch ein wenig herum.

In einem Laden kaufen wir noch etwas Süsses und fahren dann zurück zur Unterkunft, wo wir unsere Wäsche noch aufgeben.
Bilder haben wir heute keine gemacht.

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