22.07.2019. Auf dem Weg nach Gorno-Altaisk

Wieder empfĂ€ngt uns am frĂŒhen Morgen der graue Nebel und dicke Wolken rollen ĂŒber den Himmel, als wir die ZusatzwĂ€nde von unserem Klappdach entfernen und mit einem Handtuch abtrocknen.
Wir sind kaum fertig mit zusammenrÀumen, da fÀngt es auch schon an zu regnen.

Wir fahren zurĂŒck nach Ulagan wo wir zum «FrĂŒhstĂŒck» eine Portion Kartoffelstock mit HackfleischtĂ€tschli essen und dazu einen komplett ĂŒbersĂŒssten Schwarztee trinken.
Anschliessend stocken wir unseren Lebensmittelvorrat wieder auf und kehren dann zum Auto zurĂŒck.

Wir lassen Ulagan hinter uns und fahren den ganzen Weg zurĂŒck nach Aktasch, wovon aus wir die Hauptstrasse erreichen um nach Gorno-Altaisk zu fahren.
Es regnet immer wieder mal, dann scheint wieder die Sonne.
Ich habe ein wenig Mitleid mit den Russen, die alle ihr Zelt am grossen Fluss aufgeschlagen haben um mit ihrer Familie zu campen, denen macht das Wetter grĂŒndlich einen Strich durch die Rechnung.

Wir folgen dem Fluss der durch die hohen Berge fĂŒhrt und es ist bedauerlich, dass wir dank den Wolken kaum einen Blick auf die Berge bekommen.
Das Tal ist aber trotzdem wunderschön und wir geniessen die Fahrt, halten zwischendurch an um etwas anzuschauen und fahren dann weiter.
Am Nachmittag kommt dann tatsÀchlich endlich die Sonne raus und auf einem Bergpass halten wir an, um ein paar MarktstÀnde zu besuchen.

Da die Russen Sommerferien haben, sind sehr viele unterwegs und es gibt nichts Schöneres fĂŒr sie, als wie wir die MĂ€rkte zu besichtigen und sich hier und da ein Souvenir zu kaufen.
So schlendern wir also an den sĂŒssen HolzhĂ€uschen entlang und betrachten die Sachen, die uns angeboten werden.
NatĂŒrlich wieder Socken und Schals aus Wolle, aber auch Waldhonig, Pilze, KrĂ€uter, selbstgemachte Seifen, aus Leder gefertigte Waren, usw. kann man hier kaufen.
Wir sind begeistert, kaufen aber nichts weil wir sonst schon nie wissen, wohin wir mit all unserem Zeug sollen.

Nach dem Markt fahren wir weiter und suchen uns einen Platz in einem Tal, wo die Strasse kaum befahren ist.
Durch einen hohen Steinwall vor dem Wind geschĂŒtzt, schlagen wir unser Lager auf und setzen uns nach draussen, essen zu Abend und ziehen uns dann ins Auto zurĂŒck, denn es fĂ€ngt schon wieder an zu regnen.

WÀhrend Tobi in seinem Buch liest, hole ich mal die ersten BlogbeitrÀge nach, wieder sind die Tage so schnell vergangen, dass es einiges zu tun gibt.
WÀhrend der Regen leise auf unser Klappdach prasselt, ist in der Ferne Donnergrollen zu hören.

Nachdem ich einen Grossteil geschrieben habe, lese auch ich noch ein wenig und sobald es dunkel wird, löschen wir das Licht und hauen uns aufs Ohr.

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