08.07.2019. Ein Sandsturm kommt selten allein

Eigentlich wollen wir heute noch eine Nacht länger in den Dünen am See bleiben doch das Wetter hat andere Pläne mit uns vor.
Zuerst geht auch nur ein bisschen Wind doch eine Stunde später bläst er dermassen, dass uns der ganze Sand um die Ohren und in die Augen fliegt.

Wir räumen zusammen und versuchen einen besseren und windgeschützteren Platz zu finden doch weit gefehlt, wir finden keine ruhigere Ecke wo man noch ein wenig hätte draussen sitzen können.
Also fahren wir wieder zurück zu unserem Platz und versuchen es doch nochmals, doch nach einer Viertelstunde geben wir es auf, es ist in dem Sandsturm nicht auszuhalten.

Also verlassen wir den schönen Ort halt und fahren um den See herum, in der Hoffnung, zwischen den Bergen und Canyons was zu finden.
Dabei folgen wir dem See und staunen wieder einmal über die Grösse und das rundum überhaupt gar nichts wächst, obwohl es ein Süsswassersee ist.
Wir sind uns nicht ganz sicher durch welches Wasser er gespeist wird, denken aber dass es Grundwasser sein könnte, dass durch den sandigen Boden hochdrückt.
Hinter dem See kann man grosse Berge mit Schnee auf den Spitzen ausmachen, wunderschön.

Wir brettern über die Wellblechpiste und finden unterwegs tatsächlich noch eine offene Wasserquelle wo wir unsere Wasservorräte auffüllen können.
Wir nutzen auch gleich den Moment, um uns den Sand und den Staub aus den Haaren zu waschen, denn der hält sich hartnäckig.
Anschliessend fahren wir weiter und finden tatsächlich einen Platz in einem Canyon wo es viel weniger Wind hat.

Wir parkieren unser Auto zudem so, dass es uns noch zusätzlichen Windschutz bietet und können uns dann sogleich wieder nach draussen setzen.
Wir sind umgeben von roten und braunen Felsen und können aus der Ferne den See ausmachen, gleichzeitig sind wir so geschützt, dass man uns von der Piste aus kaum sehen kann.

Zum Abendessen wärmen wir die Resten des Vortages auf und setzen uns mit einem Bier in die rote Abendsonne.
Es ist wieder unglaublich still, nur ein paar Vögel sind zu hören.
Wir bleiben lange draussen sitzen, denn es ist ein weiterer traumhaft schöner Abend, den wir sehr geniessen.

Erst als die Sonne untergegangen ist, hauen auch wir uns aufs Ohr.

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