05.07.2019. Wir kommen in Altai an und können unseren Zusatztank reparieren lassen, sowie einen Ölwechsel vorehmen

Vögel zwitschern und die Sonne geht auf, es scheint ein weiterer schöner Tag zu werden.
Wir stehen auf, trinken einen Kaffee, räumen zusammen und nehmen die letzten 50Km von Taishir bis nach Altai unter die Räder.

Beim Stupa hinter dem Dorf machen wir noch ein paar Fotos und ich komme mit einer Mongolin ins Gespräch, die mit einer Gruppe von Leuten in einem Landcruiser unterwegs sind.
Sie spricht mich in einwandfreiem Französisch an und erklärt mir, dass sie in Mulhouse gleich bei Basel lebt, sie unser Auto gesehen habe und unbedingt wissen will, wo wir in der Schweiz leben.
Die Welt ist ein Dorf, man trifft irgendwo im Nirgendwo auf Leute die eigentlich sozusagen gleich um die Ecke wohnen, ist das nicht verrückt?
Leider haben wir nicht sonderlich viel Zeit um zu plaudern, wir müssen nämlich dringend in die Garage, weshalb wir uns gleich wieder verabschieden und weiterfahren.

Unser Glück, die Piste wurde frisch gegradet, weshalb wir mit guten siebzig Stundenkilometer zufahren können, so brauchen wir bis nach Altai nicht mal mehr eine ganze Stunde.
Dort angekommen machen wir uns auf den Weg zu Mongol Rallye Auto Mechanics, ein Tipp von einem Typen der bei iOverlander eine Empfehlung für die Garage abgegeben hat.

Wir werden nicht enttäuscht, trotz des Chaos’ auf dem Platz und in der Garage, wo eigentlich nur Zeugs und Alteisen rumsteht.
Wir erklären dem Mechaniker was wir genau von ihm wollen und er macht sich sofort an die Arbeit, wir sind beeindruckt.
Zuerst muss er den restlichen Diesel ablassen der sich noch im Tank befindet, dank Ablassschraube ist dies aber schnell getan.

Dann wird der Tank aussen gereinigt, alle Batterien im Auto abgehängt und direkt an der Karre geschweisst, ohne den Zusatztank herunterzunehmen.
Bei dem Moment ist mir doch etwas mulmig, schliesslich wollen wir ja nicht dass uns unser Auto um die Ohren fliegt, doch der Mechaniker macht einen super Job und schweisst gleich eine fette Doppelnaht.
Danach wird noch ein Ölwechsel vorgenommen und nach nicht mal drei Stunden sind wir wieder abfahrbereit.

Dazwischen kommen wir mit ein paar Franzosen ins Gespräch die mit vier Kinder in einem Fiat Wohnmobil unterwegs sind und auch noch einen weiten Weg vor sich haben.
Lange plaudern können wir nicht, wir müssen unserem Mechaniker helfen und assistieren.
Nachdem wir mit allem fertig sind, bedanken wir uns bei ihm, verabschieden uns von den Franzosen und gehen einkaufen.

Dann essen wir in einem Restaurant etwas zu Mittag, füllen bei einer sehr sympathischen Mongolin unsere Wasservorräte wieder auf und verlassen Altai wieder.
Wir sind froh dass wir den Zusatztank gleich reparieren konnten, gerechnet haben wir nämlich nicht damit, geschwiege denn das wir noch einen Ölwechsel machen lassen konnten.

Wir verschwinden wieder in der Wüste, fahren durch karges und trockenes Land wo so ein starker Gegenwind geht, dass wir kaum schneller als 60Km/h fahren können.
Nach ein paar Stunden Fahrt haben wir für heute genug und suchen uns einen Übernachtungsplatz wo wir nicht allzu sehr dem Wind ausgesetzt sind.
Wir finden eine weitere Senke wo der Wind zwar immer noch bläst, doch um einiges weniger.

Dort richten wir uns ein und ich fange mal an, die Beiträge der letzten Tage nachzuholen, es ist erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht.
Nach den Beiträgen gehen wir früh zu Bett und hoffen, dass wir trotz Wind einigermassen schlafen können.

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