28.06.2019. Den letzten Tag zu viert unterwegs

Wir packen nach dem Kaffee frühzeitig zusammen und nehmen die letzten 50 Kilometer unter die Räder, die uns zurück zur Hauptstrasse bringen.
Beinahe 800 Kilometer sind wir nun wieder Offroad unterwegs gewesen, über schwierige Passagen gefahren, durch Sand und über schroffe Steine, usw.
Ähnlich wie damals in Australien, ab vom Schuss und unglaublich schön, haben wir mit Conny und Lutz zusammen eine tolle Zeit verbracht.
Heute ist der letzte Tag mit den beiden, ab morgen werden sich unsere Wege leider trennen.

Der nächste Ort auf der Liste ist Bajanchongor, die grösste Ortschaft in der Umgebung wo wir wieder einmal so richtig einkaufen können und müssen, vor allem frisches Gemüse und Kartoffeln, aber auch Fleisch geht langsam zuneige.
Auf der Hauptstrasse nehmen wir zuerst mal den 4×4 raus, auf dem Parkplatz vor einem der Lebensmittelläden werden dann noch die Reifen wieder aufgepumpt.
Im ersten Einkaufszentrum haben wir leider Pech, hier gibt es nur Kram zu kaufen, kein Essen.

Wir versuchen es bei anderen Läden und nachdem wir zwei weitere abgeklappert haben, finden wir endlich alles was wir brauchen.
Bei einem Wasserhaus wollen wir unsere Wasservorräte auffüllen lassen, jedoch braucht man hier eine Karte dafür, welche wir natürlich nicht haben.
Zum Glück hilft uns eine Mongolin aus mit ihrer Karte und als wir ihr das Wasser bezahlen wollen, lehnt sie ab, steigt mit einem Lächeln in ihr Auto ein und fährt weg.
So wurde uns heute das Wasser geschenkt und wir sind der jungen Dame sehr dankbar dafür.

Nachdem wir alle unser Zeugs beisammen haben, lassen wir Bajanchongor hinter uns verlassen die Stadt wieder, leider ist der Anfang der neuen Strecke mehr als nur mühsam.
unzählige Strassenbaustellen, keine richtige Umfahrung, ein Chaos an Pisten und niemand weiss so richtig den Weg, auch die Mongolen nicht.
So verfransen wir uns wieder hundert Mal, bis wir endlich den richtigen Weg finden und weiterfahren können.

Eine Bergwelt tut sich uns auf und wir fahren stundenlang hindurch, immer mal wieder auf über 2000m unterwegs, das wäre in der Schweiz ja schon auf dem Säntis.
Die beiden Deutschen haben wir unterwegs mal kurz verloren, wir warten nach einem kleinen Dorf auf sie um gemeinsam wieder weiterzufahren.
Inzwischen hat sich das Wetter wieder geändert und dicke graue Wolken rollen über das Land, alle vollgeladen mit Regen der es kaum erwarten kann, auf uns niederzuprasseln.

In den Bergen suchen wir Schutz vor dem Wind und als wir einen gar nicht so schlechten Platz gefunden haben, richten wir uns ein und Tobi und ich kochen zu zweit einen riesigen Topf Gulasch.
Bei Gulasch haben wir uns kennengelernt und bei Gulasch wird es auch wieder enden, zumindest für eine gewisse Zeit, denn hoffentlich treffen wir die zwei wieder irgendwo unterwegs.

Wir essen zu viert im IVECO und als der Regen endlich wieder nachgelassen hat, gehen wir nach draussen und teilen uns ein paar Bier, sowie ein paar Gläschen Vodka, um nochmals richtig auf unsere coole Offroadtour anzustossen und zu feiern.

Wir bleiben noch lange draussen obwohl es inzwischen mächtig abgekühlt hat, erst kurz vor halb ein gehen wir ins Bett.

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