27.06.2019. Von der Wüste zurück in die Berge und Hügel der Mongolei

Eine unruhige Nacht liegt hinter uns, trotz den Zusatzwänden die wir am Vorabend noch hochgezogen haben.
Es hat immer noch nicht aufgehört zu stürmen und in der Ferne können wir den Sand und den Staub sehen, der mit dem Wind durch die Luft fliegt.
Kamele stehen in der Nähe von uns, das Wetter scheint ihnen überhaupt nichts auszumachen, im Gegensatz zu uns, unsere Augen sind fast ausgetrocknet.

Tobi spaziert trotz Wind durch den Canyon hinter uns und geht auf einen Berg hoch, ich trinke in der Zeit einen Kaffee mit Conny und Lutz, setze mich zu ihnen in den IVECO und bin froh um den Luxus den die zwei haben, zumindest in diesem Wetter.
Als Tobi wieder zurück ist und ebenfalls einen Kaffee getrunken hat, packen wir zusammen, verstauen die Zusatzwände in unserer Dachbox und machen uns wieder startklar.

Die Fahrt zur nächsten Ortschaft hätte grundsätzlich nicht lange gedauert, wenn wir uns nicht dreimalverfahren hätten, was aber in der Mongolei absolut an der Tagesordnung liegt, weil da wirklich mehrere Wege nach Rom führen.
Immer wieder teilen sich die Wege in verschiedene Richtungen und es ist unmöglich, von Anfang an den richtigen zu finden.

So auch heute und am Schluss müssen wir noch die Nomaden nach dem richtigen Weg fragen, die sich in dieser abgelegenen Gegend ausgezeichnet auskennen.
Wir fahren durch tiefen Sand und irgendwann hinter ein paar Hügeln kommt endlich der nächste Ort zum Vorschein, Bogd.

Bogd ist nicht sonderlich gross, jedoch hat es auf dem Berg einen Stupa und man bekommt eine schöne Aussicht auf die bunten Dächer des Dorfes.
Von dort oben aus machen wir ein paar Fotos und fahren dann hinunter zum Dorfkern, wo wir zu Fuss ein wenig die Läden erkunden.
Die Geschäfte hier sind zum Teil nicht sonderlich gut angeschrieben und man weiss nie ob man eine private Wohnung oder tatsächlich einen Laden betritt, wenn man die Tür öffnet.

In den meisten Läden bekommt man hauptsächlich Vodka und Eingemachtes in Dosen und Gläsern, Milch, Sauerrahm, vielleicht noch Brot und viel Süssigkeiten, die scheinen hier besonders beliebt zu sein.
Tobi und ich kaufen bei einer älteren Dame noch ein paar Fähnchen und sonstige Sachen ein, ein paar Souvenirs für uns.

Anschliessend geht die Fahrt weiter und bei einem weiteren Stupa vergiessen wir die Milch und werfen den Reis darauf, den wir von der Dame im Laden noch geschenkt bekommen haben.
Es soll eine Gabe an Buddha sein, ich empfinde es als ein schönes Ritual der Dankbarkeit.

Anschliessend führt uns der Weg nochmals ein wenig durch Sand und wir bekommen noch ein paar kleine Dünen zu Gesicht, danach verändert sich die Landschaft komplett und die hügelige Berglandschaft fängt wieder an.
Unseren Übernachtungsplatz finden wir auf fast 2000m Höhe, windig, heiss und kühl zugleich aber immerhin etwas geschützter.

Wir duschen und kochen dann zu Abend, heute gehen wir aber früh ins Bett.

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