31.05.2019. Insel Olchon, eine weitere Schönheit des Baikalsees

Am frühen Morgen frühstücken wir in der Sonne und besprechen den Tag, anschliessend können wir bei Andrij noch duschen und im Supermarkt einkaufen gehen.
Nachdem wir im Office noch das Permit für den Nationalpark geholt haben, sind wir endlich startklar.

Wir fahren über die verschiedenen Pfade denn geteerte Strassen gibt es hier nicht, sondern nur Pisten aus Sand und Kies.
Wir sind überwältigt von der Schönheit dieser Insel die mit ihrem dunkelblauen Wasser eher wie das Meer wirkt und nicht wie einem See.
Gruppen von halbwilden Pferden begegnen wir und und vielen Murmeltieren.
Wir fahren an der Küste entlang und geniessen das perfekte Wetter, obwohl noch immer ein eisiger Wind geht.

Als wir an einem Stück Sandstrand vorbeifahren, entdecken wir einen kleinen Honda 4×4 mit zwei Russen, die sich damit im Sand festgefahren haben.
Die beiden wollten am See ein bisschen trinken und essen und haben dabei ihr Fahrzeug im Sand versenkt, also bitten sie uns um Hilfe.
Wir ziehen sie wieder raus und werden kurz darauf spontan auf eine Runde Vodka eingeladen, die wir natürlich gerne annehmen.

Dimitri und sein Kumpel Evgenio sind zwei witzige Kerle und da Dimitri ein wenig Englisch spricht, können wir uns gut unterhalten.
Lukas den Schweizer den wir vor ein paar Tagen getroffen haben hat uns eingefleischt, nur mit Russen zu trinken wenn sie auch etwas zum Essen dazu auftischen, weil dass hier so üblich ist.
Wenn sie kein Essen dazu auftischen sollte man besser wieder gehen, denn dann hätte man es hauptsächlich mit starken Alkoholikern zu tun.
Doch Dimitri und sein Kumpel schneiden sogleich Brot und Speck auf, stellen Chips hin und rüsten einen Apfel.

So stehen wir da und plaudern und laden die beiden kurz darauf ein, mit uns zum nördlichsten Punkt der Insel zu fahren und dort mit uns ein Gulasch zu essen.
Die beiden willigen ein und so tuckern wir zu viert weiter, wobei sich die zwei unterwegs noch verfahren und erst eine halbe Stunde später beim vereinbarten Platz eintreffen, zum Glück sind sie unterwegs keiner Polizeikontrolle begegnet, doch die gibt es auf Olchon auch noch nicht.

Als sie schliesslich bei uns eintreffen bin ich schon fleissig am Kochen und Tobi hat schon die Stühle und den Tisch aufgestellt.
Anschliessend setzen wir uns zu viert hin und essen Gulasch, wobei die zwei ordentlich zulangen, es scheint ihnen zu schmecken.
Dazu wird natürlich wieder Vodka getrunken, wie es sich in Russland gehört und wir sind beide froh, dass wir heute nicht mehr fahren müssen.

Ganz anders natürlich die zwei die sich dann um acht Uhr auf den Weg machen um die rund vierzig Kilometer bis nach Khuzhir zurückzufahren, bevor es dunkel wird.
Wir verabschieden uns also und machen uns anschliessend auf den Weg zum nördlichsten Punkt der Insel, wo uns ein Fussweg hinführt.

Mit Wollkappe, Schal und winddichter Jacke folgen wir dem Pfad, der uns auf die hohen Klippen führt.
Es ist wunderschön und wieder hat man das Gefühl, man blicke hinaus auf das Meer, denn der Horizont besteht nur aus Wasser.

Zurück beim Auto putzen wir uns nur noch die Zähne und gehen anschliessend ins Bett.

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