23.05.2019. Auf dem langen Weg Richtung Westen, über den Amur Highway

Ein kühler Wind geht als wir am Morgen aufstehen und eingepackt in eine warme Jacke und einem Thermopullover, räumen wir unser Zeugs zusammen und machen uns auf den Weg in die Stadt, weil wir noch ein Museum besuchen möchten.

Leider öffnet dies aber erst viel später, also lassen wir es bleiben, gehen tanken und kaufen uns ein gefülltes Brötchen zum Frühstück.
Anschliessend fahren wir los und lassen Chabarowsk hinter uns, hören Musik und bestaunen die Landschaft Sibiriens.

Endlose grüne Wiesen, Wälder, Sumpfgebiete, Berge und Seen, Russland überrascht uns schon wieder denn die Umgebung ist abwechslungsreich und wunderschön.
Immer wieder sehen wir Güterzüge die mit Kohle beladen sind und nach Vladivostok fahren, um diese nach China zu verschiffen.

Die Strasse ist mal gut und mal schlecht, es herrscht viel Verkehr, vor allem Lastwagen und Lieferfahrzeuge kommen uns entgegen.
Vor uns liegen hunderte von Kilometern Fahrt und wir geniessen jede Sekunde davon.

Grundsätzlich kommen wir nicht schlecht voran, ausser wenn es bergauf geht und wir mit 25Km/h hochkriechen, doch auch das ärgert uns schon lange nicht mehr.
Wir halten nur sehr wenig an denn wir wollen ein bisschen Strecke machen, immerhin sind es bis zum Baikalsee noch mehr als 2000 Kilometer.

Die Sumpfgebiete sind riesig und weit, Störche können wir sehen und manchmal hören wir den Ruf eines Fasans, der wie immer auf der Suche nach seinen Weibern ist.
Für uns eins der witzigsten Tiere überhaupt, hier in Russland sind sie weit verbreitet.

Dank iOverlander finden wir einen schönen Übernachtungsplatz an einem Weiher wo wir uns einrichten und die Sonne noch ein wenig geniessen können.
Zum Abendessen gibt es einen Gemüseeintopf mit Schinken, dazu Brot und Sauerrahm, sowie den Rest Pelmenis.
Suppen sind in Russland die beste Mahlzeit denn sie halten warm und sind schnell zubereitet, ausserdem gesund und nahrhaft.

Das Wetter hält zum Glück und auf einer entfernten Wiese können wir eine Gruppe wilder Pferde beobachten, ein wunderschöner Anblick vor allem für mich.
Als es dunkel wird ziehen wir uns aber ins Auto zurück und machen uns fertig fürs Bett, denn es kühlt schon noch sehr ab und wenn man einmal friert, kriegt man im Schlafsack kaum mehr warm.

Tobi schläft schon und ich lese noch eine Weile und lausche den Geräuschen draussen, es gibt nichts Schöneres als, als in der Natur zu übernachten und den Ruf eines Kauzes oder anderem zu lauschen.

Ich bin mehr als dankbar, wieder mit unserem Häuschen auf vier Rädern unterwegs zu sein, in unserem Bett zu schlafen und unsere eigene Sachen wieder benutzen zu können, Hotels und Hostels sind eine tolle Sache, doch man fühlt sich einfach nirgends zuhause, in unserem Cool running’s aber schon.

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