16.04.2019. Hanok Maeul Culture Village und das Gezeitenkraftwerk in Südkorea

Es ist noch früh als Tobi und ich unsere Unterkunft verlassen und mit dem Auto einen Parkplatz suchen, um uns das Hanok Maeul Cultural Village anzusehen.
Glücklicherweise ist er noch fast leer, genau wie das kulturelle Dorf auch, um neun Uhr haben noch nicht einmal die Stände und Geschäfte geöffnet, der Ort wirkt wie ausgestorben.

Es verspricht ein schöner Tag zu werden und gut gelaunt begeben wir uns auf Erkundungstour.
Das Hanok Maeul Culture Village hat nicht nur traditionell koreanische Häuser sondern auch japanische, zudem wunderschöne Gärten und Brunnen.
Die Gassen sind eng, die Mauern hoch und die Dächer spitzig und geschwungen zugleich.

Ein Fluss zieht sich quer durch das Dorf und dahinter befindet sich ein Hügel, von dem aus man eine schöne Aussicht hat und die ganze Stadt sehen kann.
Wir gehen die Stufen hoch bis ganz hinauf und finden uns in einem kleinen Wäldchen wieder.
Dort befindet sich ein Tempel und ein Ort des Friedens, an dem ich den ganzen Tag hätte verweilen können.

Ein paar Kirsch und- Laubbäume umsäumen den Platz und man kriegt den Stadtlärm kaum mit, den ausser dem Rascheln von Blättern und dem Zwitschern der Vögel, hört man hier kaum was.
Das Dorf ist inzwischen zum Leben erwacht und unzählige asiatische Touristen sind unterwegs, Europäer sieht man hier nur sehr wenige.

Überall wird Essen verkauft, traditionelle Kleidung angeboten aber auch Souvenirs und Zuckerwattenkunst aus verschiedenen Farben, worauf wir überhaupt nicht stehen.
In einem japanischen Laden kaufen wir uns eine Portion Gyoza (Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen), und setzen uns damit auf eine Bank.

Während wir essen beobachten wir die bunte Schar an Leuten die an uns vorbeigehen, die einen haben sich eine traditionelle Tracht gemietet und stolzieren damit im Dorf umher.
Zurück beim Parkplatz machen wir uns dann auf den Weg zum Meer, denn dort befindet sich ein Gezeitenkraftwerk welches aus einem riesigen Staudamm besteht, er ist an die 12.7 Km lang und liegt im Gelben Meer, welches die koreanische Westküste von China trennt.

Da sich die Tiefe des Meeres auf dem Durchschnitt von ca. 44m befindet, entstehen hier Gezeitenunterschiede von bis zu 8m, wobei nur das Wasser der auflaufenden Flut die Turbinen antreibt, bei Ebbe läuft dass Wasser vom Stausee wieder zurück ins Meer.

Das Ganze ist für uns natürlich sehr interessant und faszinierend, obwohl wir vom Damm aus leider nicht viel sehen können.
Als es langsam auf den Abend zu geht machen wir uns auf den Weg zur nächsten Stadt, um uns dort eine Unterkunft zum Übernachten zu suchen.
In Daejeon finden wir eine sehr günstige Unterkunft mit Parkplatz wo wir nach dem Einrichten in einem Einkaufszentrum zu Abend essen.

Nach einer erfrischenden Dusche besprechen wir noch die Route für den nächsten Tag und gehen danach ins Bett.

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