11.04.2019. Wir verlassen Ulsan, besichtigen den Haedong Tempel und fahren weiter nach Busan

Am frühen Morgen sind wir schon aufbruchbereit, denn wir wollen bevor wir die Stadt verlassen, noch einen Leuchtturm anschauen und ein bisschen hinunter zum Meer.
Ulsan, die Stadt der Grauwale und eigentlich wäre auch Saison, sie beginnt anscheinend im April und dauert bis Juni.

Wir fahren durch den dichten Morgenverkehr und überqueren dabei eine riesige Brücke, die uns über das Meer auf die andere Seite bringt.
Dort fahren wir hinunter zum Fischerhafen und folgen einem langen schmalen Steg zum Leuchtturm hinaus.

Für uns haben Leuchttürme immer eine irgendwie interessante Anziehungskraft, weil sie Wind, Wetter und Salzwasser trotzen und Jahre hindurch auf den wilden Klippen stehen. So auch heute als wieder eine eisige Biese weht und wir froh um unsere winddichten Jacken sind.

Ich halte vergeblich nach Walen Ausschau, die See ist so rau, dass man sie ohne Feldstecher auch unmöglich ausmachen könnte.
Wir beobachten ein paar Fischer die sich auf dem Steg aufgestellt haben und immer wieder den Haken auswerfen in der Hoffnung, doch noch einen Fisch zu fangen.

Wir betrachten die grosse Stadt im Hintergrund, die riesigen Containerschiffe und die kleinen Fischerboote, die auf dem Wasser an uns vorbeigleiten.
Zurück beim Auto, fahren wir auf die andere Seite der Halbinsel und gehen einen weiteren Weg zu Fuss auf eine andere Klippe die uns einen Blick auf wunderschöne Felsen freigibt die mit einer Brücke verbunden sind.

Dahinter befindet sich eine riesige Industrie, leider kann man von Weitem nicht besonders viel ausmachen, doch die vielen rauchenden und dampfenden Kamine und Rohre, sagen schon einiges aus, sowie die riesige Roll on /roll off Fähre, die am Hafen steht um die neuesten Fahrzeuge von Hyundai zu exportieren, ist sehr beeindruckend.

Der Wind bläst so stark dass ich irgendwann doch anfange zu frieren, weshalb wir zum Auto zurückgehen und Ulsan bald darauf hinter uns lassen.
Auf der Hauptstrasse geht es vorbei an Fischerdörfern und kleineren Städten, unterwegs machen wir bei einem Mandu Stand halt und essen was zu Mittag.
Danach fahren wir weiter zu einem Tempel eingebettet zwischen Klippen und Felsen, der Haedong Tempel.

Es hat schon etwas eigenes an sich, einen Tempel am Meer zu sehen anstatt in den Bergen, wo man sie normalerweise vorfindet.
Die Anlage ist gut besucht und obwohl der Ort wunderschön ist, gefällt uns der Tempel nicht so gut wie teils andere, die wir schon gesehen haben.
Trotzdem schauen wir uns alles an, gehen die steinernen Treppen hinunter und lauschen den Gesängen aus den Lautsprecherboxen.

Anschliessend geht die Fahrt weiter und langsam kommt in der Ferne die zweitgrösste Stadt Südkoreas in Sicht, Busan.
Am Gwang-Alli Beach finden wir unsere gebuchte Unterkunft und checken ein, leider spricht auch diese Dame kein Wort Englisch.
Da es irgendwie nicht ganz klar ist was das Parkieren betrifft, geben wir irgendwann auf und suchen uns eine eigene Lösung, sie befindet sich gleich gegenüber auf der anderen Strassenseite.
Dort zahlen wir zwar ein bisschen was, dafür haben wir einen guten Platz an einem sicheren Ort.

Anschliessend finden wir ein indisches Restaurant wo wir zu Abend essen und uns noch lange mit dem jungen indischen Besitzer unterhalten, der seit etwa sechs Jahren in Südkorea lebt, aber ursprünglich aus Neu Delhi stammt.

Auf dem Rückweg schlendern wir gemütlich an der Strandpromenade entlang und betrachten die riesige Brück und die Wolkenkratzer, die im Dunkeln blinken und leuchten.
Zurück im Zimmer gehen wir dann gleich ins Bett.

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