07.04.2019. Wir verlassen Seoul und fahren nach Sokcho

Da wir das Auto erst um zwölf Uhr mittags abholen können, schlafen wir ein wenig aus, packen anschliessend und machen uns auf die Suche nach etwas Essbarem.
Tobi fühlt sich elend vom Vorabend, mir geht’s gut denn ich habe nicht einmal die Hälfte von all dem Bier getrunken, was er intus hatte.
Also kaufen wir zuerst eine Tüte Chips und eine Flasche Cola für ihn und machen uns dann auf die Suche nach Essen für mich.

Bei uns in der Nähe gibt’s eine Street Food Meile welche komplett überdacht ist und sich Stand an Stand reiht und dort kaufe ich mir eine Tüte frische Dumplings, gefüllt mit Schweinefleisch, Schnittlauch und Zwiebeln, eine grosse Portion für knapp fünf Franken.
Damit setzen wir uns runter an den Bach und teilen uns die Portion, geniessen die Sonne und machen uns rechtzeitig auf den Weg, um das Auto abzuholen.

Mit dem Taxi fahren wir zu AVIS und lassen dort unsere Dokumente kopieren und zahlen für die nächsten zwölf Tage.
Danach fahre ich mit dem Kia los und gliedere mich in den dichten Stadtverkehr ein.

Es ist gar nicht so einfach, den Weg aus dieser riesigen Stadt heraus zu finden und die Korean sind nicht gerade das, was man toleranten Autofahrer nennt.
Nach ein paarmal Falschfahren schaffen es dann auch wir endlich, um auf den richtigen Highway zu kommen wo wir aber nur so lange bleiben bis wir aus der Stadt raus sind.

Anschliessend geht’s auf einer Hauptstrasse weiter, wobei mir auffällt, dass ich in meinem Leben noch nie so viele Geschwindigkeitskameras gesehen habe, wie hier.
Also wirklich alle paar Kilometer hats einen Blitzkasten und Kontrollkameras die einen ebenfalls blitzen, was einem beim Fahren schon fast irre macht.
Die Strecke bis nach Sokcho zieht sich ewig und ist trotzdem eigentlich sehr schön, denn wir kommen an Wäldern und Seen vorbei, alles sieht ein wenig aus wie in der Schweiz.

Nach fast fünf Stunden Fahrt kommen wir endlich in Sokcho an wo wir ein Guesthouse gefunden haben, dass pro Nacht an die 22Fr. kostet und gut gelegen ist.

Dort checken wir ein und ruhen uns kurz aus, danach fahren wir zu einem Restaurant etwas ausserhalb, um dort zu Abend zu essen.

Das Restaurant besteht aus einem original koreanischen Häuschen, komplett rund und mit einem grossen und schweren Dach, sowie halbrunden Ziegeln.
Matsu nennt es sich und drinnen erwartet einen ein sehr interessantes und etwas skurriles Ambiente, denn mittendrin blinkt ein Weihnachtsbaum und es laufen Weihnachtslieder, wer schon einmal in Asien gereist ist der kennt das.

Die Speisekarte ist alles andere als koreanisch, es werden verschiedene Speisen mit Pasta angeboten, aber auch Schweinsschnitzel mit Knoblauch, gefüllt mit Käse usw.
Ich bestelle Spaghetti Carbonara und Tobi ein Pork Cutlet Matsu, dazu wird uns überraschenderweise eine kleine Kartoffelcrèmesuppe mit Knoblauchbrot und ein frischer Salat serviert, sowie eine Tasse Tee nach dem Essen, welche man beliebig auch in Vanille Glacé umwandeln lassen kann.
Das Essen ist hervorragend und der Service top, da gibt’s rein gar nichts zu meckern.
Gezahlt haben wir dafür insgesamt an die 27 Fr.

Nach diesem feinen Essen machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel und gehen ins Bett.

Bilder haben wir heute keine gemacht.

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