18.03.2019. Sightseeing-Tour in Ho Chi Minh Stadt, Part ll

Wieder schlafen wir aus und erfreuen uns an einer Nudelsuppe mit frischem Koriander und Thaibasilikum zum Frühstück.
Zurück im Zimmer möchte ich mich noch eine Weile hinlegen, weil ich mich irgendwie angeschlagen fühle und so begeben wir uns erst am frühen Nachmittag auf Entdeckungstour.

Zuerst gehen wir hinunter zum Fluss wobei wir durch ein sehr schmutziges Viertel laufen, welches uns ein wenig an Indien erinnert.
Überall liegt Abfall herum und es stinkt nach vergammelten Lebensmitteln die zu lange in der Sonne gelegen haben.

Am Fluss angekommen folgen wir ihm ein Stück und betrachten dabei den lauten und dröhnenden Verkehr, die wütend hupenden Verkehrsteilnehmer und die vielen Motorräder die einander den Weg versperren.
Wir schütteln nur die Köpfe und fragen uns zum wiederholtesten Mal, wie das alles funktioniert ohne dass allzu viele Unfälle passieren.

Wieder ist es heiss und wir schwitzen, setzen uns im Schatten eines Baumes hin und trinken literweise Wasser, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
Anschliessend buchen wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss der uns an die 400’000 Dong kostet, dafür sind wir aber auch herrlich privat für uns.

Wir fahren nicht an den neuen Wolkenkratzern vorbei sondern in die andere Richtung und können dabei den krassen Kontrast zwischen Armut und Reichtum ausmachen.
Während im Hintergrund neugebaute Häuser stehen, leben die einen Menschen immer noch auf dem Wasser, das Boot ist ihnen Wohnung und Transportmittel zugleich.

Hunde und Hühner befinden sich darauf, spielende Kinder und schlafende Eltern, sowie Hängematten und ein unübersichtliches Sortiment an diversen Waren.
Ein grosses Transportschiff fährt an uns vorbei, so vollgeladen mit Sand dass es bis fast zum Bug im Wasser liegt.
Der kleine Schlepper der es schiebt, scheint kaum die nötige Power zu haben um es erfolgreich voranzubringen.

Im Hintergrund baut sich die Skyline im Licht der Abendsonne auf, welche noch nicht so gewaltig ist, wie wir in anderen Städten gesehen haben, doch wie wird es hier in zehn Jahren aussehen?
Vietnam befindet sich in einem wirtschaftlichen Aufschwung, der so wie es aussieht auch noch eine Weile halten wird, doch nicht für alle Einwohner sieht die Zukunft vielversprechend aus.

Zurück auf dem Land spazieren wir durch die Gassen und betrachten auch dabei das bunte Gemisch zwischen alten und neuen Gebäuden, gepflegten Wohnanlagen und alten Garagen die zu Werkstätten umfunktioniert worden sind.

Die Rush Hour kommt und der Verkehr zieht noch mehr an, hunderte von Motorrädern brausen an uns vorbei, eine kaum vorstellbare Lawine aus Fahrzeugen.
Die Abgaswerte in dieser Stadt sind aufgrund all dieser Fahrzeuge sehr hoch und manchmal kann man vor lauter Smog kaum den Himmel sehen, eine Dunstglocke hängt über der Stadt.
Von den gesundheitsschädlichen Auswirkungen fangen wir gar nicht erst an.

Wir überqueren etliche Strassen und kommen irgendwann wieder in unserem Viertel an, wo wir kurz aufs Zimmer gehen und uns ausruhen.
Beim Inder wird zu Abend gegessen, er ist einer der Besten die wir je hatten.
Da ich mich immer noch angeschlagen fühle, verzichten wir auf Ausgang und Trinkerei und machen uns früh auf den Rückweg zum Hotel.

Während Tobi noch ein wenig liest, schreibe ich Blog und erledige noch ein paar Mails, anschliessend gehen wir uns Bett.

2 Kommentare

  1. Liebi Jeannine
    Viele Dank für die wunderschöni Charte.
    Es freut mich das es eui guet ghat und nid reisemüed sind.
    De Blog haltet mich uf em Laufende, ich reise mit!
    Mir fehlt nur no a Statistik vo de bsuchte Tempel und Synagoge.
    Chasch das no nahole?
    Ich wünsche dir und em Tobi Gsundheit und vieli schöni Erläbnis.

    Vo Härze Grosi

    • Liebs Grosi
      Sehr gern gscheh, schön dass d’Charte doch no a cho isch 😍
      Was für e Statistik meinsch denn genau?
      En liebe Gruess zrugg vom Tobi, laht er no usrichte.
      Mir hoffed es gaht Dir guet und de Früehlig hät ide Schwiiz e chli Iizug ghalte. 🌻🍀

      Herzlichi Grüess
      Jeannine 😘

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