11.03.2019. Sightseeing Tour in Hoi An

Obwohl es am Vortag spät geworden ist, stehen wir um halb acht an unserer Unterkunft, weil wir der Besitzerin des Homestays einfach nicht trauen.
Wir fragen erneut nach dem Zimmer und sie weigert sich immer noch, es uns zu zeigen und teilt uns mit, dass  der Monteur mit dem Schlüssel noch nicht erschienen ist und sie deswegen immer noch keinen Schlüssel hätte.

Wir fragen scheinheilig nach der Zimmernummer welche uns auch sogleich gegeben wird und während dem Frühstück schleicht sich Tobi heimlich nach oben um dabei sogleich festzustellen, dass sie gerade am Putzen sind.
Das Wasser geht tatsächlich nicht und ich frage mich ob ich mich geirrt habe, aber als wir gerade gehen wollen, sehen wir dass eine der Gäste genau den Schlüssel hat, den wir eigentlich haben müssten.

Nummer 203  liegt auf dem Tisch vor unsere Nase und ein Blick in das Gesicht der Tochter der Besitzerin sagt mir alles was ich wissen muss.
Ich fange an mich mit der momentanen Besitzerin des Schlüssels zu unterhalten und dabei kommt heraus, dass sie mindestens schon eine Woche lang in diesem Zimmer wohnt und heute auschecken wird.

Ich dreh mich um und frage die Tochter der Besitzerin höflich ob sie einen Fehler bei der Buchung gemacht hätten und das Zimmer schon gebucht gewesen wäre, was sie immer wieder mit einem Nein beantwortet, obwohl der Beweis direkt vor unserer Nase liegt.

Irgendwann fragt sie dann ihre Mutter die darauf stinksauer wird, weil wir herausgefunden haben, dass sie uns mindestens dreimal angelogen hat.
Egal ob Rohrbruch oder nicht, wir hätten am Vortag sowieso nicht einziehen können.

Wir sind nicht sauer aber sie hätten wenigstens ehrlich sein können, dann hätten wir das Ganze auch einfach akzeptiert.
Das die Dame des Hauses auch nicht den Anstand besitzt uns in die Augen zu schauen oder sich wenigstens zu entschuldigen, macht die Sache auch nicht besser.
Mit einem bitteren Beigeschmack beziehen wir dennoch das Zimmer, weil ich bestimmt nicht noch Stornogebühren zahlen werde.

Wir packen zusammen und räumen unsere Rucksäcke ins andere Zimmer, dann machen wir uns auf den Weg um Hoi An zu besichtigen.
Hoi An ist eine sehr alte Stadt und eine der wenigen Städte die nicht im Vietnamkrieg zerstört worden sind.
Sie besteht aus zahlreichen Gassen und liegt direkt an einem See, der aus mehreren Inseln besteht.

Hoi An ist berühmt für die vielen bunten Lampions die am Abend leuchten, aber auch für die zahlreichen Cafés, Restaurants und Tempeln, sowie dafür dass man sich hier auf Mass Kleider schneidern kann.
Da Tobi dringend ein neues Hemd braucht, bietet sich diese Gelegenheit bestens an und wenige Minuten später wird er von einer sehr eifrigen Asiatin mit Massband belagert die an ihm herumzupft und dabei vor sich hinmurmelt.

Um fünf dürfen wir wiederkommen und das Hemd in Empfang nehmen.
Anschliessend spazieren wir durch Hoi An und stellen dabei fest, dass es komplett überlaufen ist und von Touristen nur so wimmelt.
Trotzdem laufen wir unermüdlich durch die Gassen und Strassen, freuen uns über die Architektur der alten Häuser und die kleinen Läden die es hier überall hat.
Am späten Nachmittag holt Tobi noch sein Hemd ab und es sieht wirklich super aus, die Dame hat tolle Arbeit geleistet.

Nach einer erfrischenden Dusche, treffen wir uns wieder mit Rahel und Stefan, sowie ein paar andere Schweizer die sie während der Reise durch Vietnam kennengelernt haben.

Zu acht ziehen wir schlussendlich los und essen irgendwo zu Abend.
Eine bunte Truppe und jeder unterschiedlicher als der andere, so entwickeln sich auch ein paar interessante Unterhaltungen.
Doch heute machen wir nicht wieder Party bis spät in die Nacht, weil wir am nächsten Tag wieder zeitig rausmüssen.

Um Mitternacht verabschieden wir uns von allen und gehen zurück zur Unterkunft, wo wir kurz darauf ins Bett gehen.

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