05.03.2019. Wir besichtigen die grösste Tempelanlage Vietnams

Der Morgen kommt und mit ihm schöneres Wetter als am Vortag.
Nach dem Frühstück mieten wir uns einen Roller und fahren los zum Bai Dinh Tempel, der grössten Tempelanlage Vietnams.

Die weitläufige Tempelanlage wurde erst im Jahr 2010 fertiggestellt, der Bau dauerte sieben Jahre, doch heute ist er ein beliebter Pilgerort für die Vietnamesen selbst, sowie natürlich ein Highlight für den Tourismus.

Unser Roller ist ein echt abgerackertes Yamaha Modell, welches ständig absäuft wenn man nicht gleich Gas gibt und dank des gepanschten Sprits laut aus dem Auspuff knallt, wenn man etwas langsamer wird.
Für uns ein Grund zum lachen, kostet die Miete pro Tag auch nicht mehr als 4 USD.

Beim Parkplatz angekommen, lösen wir die Tickets für den Tempel,
es sind 30’000 Dong pro Person. (24’000 Dong = ca. 1 USD).
Danach müssen wir in so einen Elektro Golf Car einsteigen und mit dem zum Haupteingang des Tempels fahren.

Dort angekommen folgen wir den anderen zum Eingang des Tempels, wo uns endlose Treppen Schritt für Schritt nach oben führen.

Riesige Touristengruppen kommen uns entgegen, allen voran die Reiseleiter mit unmotiviertem Gesichtsausdruck, weil sie den ameisenartigen Schwärmen jeden Tag dasselbe erzählen müssen.

Wir steigen langsam die Treppen hoch und kommen beim ersten Tempel an, wo zwei grosse Buddha Statuen in stehender Haltung auf uns herunterblicken, wahrscheinlich haben sie schon viele Gesichter gesehen.

Der Tempel ist gross, aber die zwei weiteren die folgen, noch grösser.
Treppe für Treppe kommen wir ihnen näher, bestaunen unterdessen die detaillierten Steinfiguren die von unten bis oben aufgestellt sind, leider erfährt man nirgends etwas über, es steht wie immer nichts geschrieben.

Wir kommen beim dritten Tempel an, dessen Halle riesig gross ist, es sitzen drei Buddhas darin, komplett aus Gold.
Rechts des Tempels steht die Pagode, die mit ihrer Gesamthöhe ganze 100m misst und die man innen und aussen besichtigen kann.

Mit dem Lift fährt man hoch in den dreizehnten Stock, wo man einen fantastischen Ausblick auf die 80ha grosse Anlage hat, die inmitten der Berge gebettet ist.
Wir verbringen bei der Besichtigung ganze drei Stunden hier und sind fasziniert und begeistert zugleich, denn die Architektur und die Liebe zum Detail ist auch hier wieder einmal absolut genial.

Insgesamt ein lohnenswerter Ausflug wenn leider auch ziemlich überlaufen, doch die Leute verteilen sich auch etwas.
Nach dem Tempel kehren wir zum Roller zurück und fahren damit zurück nach Tam Coc, wo wir ein kurzes Mittagessen zu uns nehmen und uns dann mit einem Paddelboot durch die hohen Bergen von Ninh Binh chauffieren lassen.

390’000 Dong kostet der Ausflug und ist ebenfalls eine typische Touristenattraktion.
Die Einheimischen haben sich indes die Technik angewöhnt, mit den Füssen zu rudern damit sie gleichzeitig am Handy hängen können, aber natürlich erst hinter der Kurve, nicht dass die Veranstalter noch etwas davon mitkriegen könnten.

Wir sind überrascht wie schön der Ausflug ist, denn der Fluss führt quer durch die Berge hindurch, vorbei an leuchtend grünen Reisfeldern und hohen Felswänden.
Zwischendurch hört man Frösche quaken oder das vereinzelte Zwitschern eines Vogels , es hat erstaunlich wenig hier.
Auch Affen sehen wir keine, obwohl die normalerweise die ersten wären, die sich hier aufhalten würden.

Der Fluss führt uns unter engen Felshöhlen hindurch und eine Frau verkauft von ihrem Boot aus, Bier, Wasser, Früchte und Snacks, es ist schwierig sie wieder los zu werden.
Hartnäckig wie die Leute hier nun sind, versucht auch sie uns um jeden Preis etwas zu verkaufen, doch wir brauchen wirklich nichts.

Zurück beim Anleger ist es schon halb sechs Uhr abends und wir gehen kurz ins Zimmer um zu duschen und das Ticket für den Zug am übernächsten Tag zu kaufen.
Anschliessend gehen wir zuerst eins trinken, bevor wir zu Abend essen.

Zurück in der Unterkunft gibt’s ein gratis Fussbad und einen frischen Ingwertee, ein herrlicher Ausklang nach der vielen Lauferei.

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