28.02.2019, Hanoi Tag drei

Da ich mit dem Schreiben der Beiträge wieder einmal ganze vier Tage hinterherhinke, mache ich mich nach dem Frühstück sogleich an die Arbeit.
Sechshundert Bilder aussortieren, Schreiben und Hochladen, die ganze Arbeit dauert an die fünf Stunden, auch noch dank sehr langsamem Wifi.

Da wir dank der direkten Hausmauer hinter dem Fenster ein relativ dunkles Zimmer haben, lässt sich auch die Uhrzeit nur schlecht bestimmen.
Es könnte Mittag sein, aber auch Abends um fünf, man würde den Unterschied nicht sehen.
Ein Blick auf das Display meines Handys jedoch teilt mir mit, dass es schon drei Uhr nachmittags ist.

Wir sind beide hungrig und so teilen wir uns spontan eine Pizza in einem Restaurant, direkt am grossen zentralen Kreisverkehr im Stadtzentrum.
Nach dem Essen machen wir uns auf die Suche nach der Caféstrasse, die so genannt wird, weil die ganze Strasse komplett aus winzig kleinen Cafés besteht und man die Qual der Wahl hat.

Nach dem Kaffee machen wir uns wieder auf Entdeckungstour und schlendern durch zahllose Strassen und Gassen.
Das lustige in Hanoi ist, es sieht mehr oder weniger überall genau gleich aus, die Orte lassen sich kaum voneinander unterscheiden.

Kleiderläden, Restaurants und winzig kleine Küchen, Souvenirshops und Miniwerkstätte wechseln sich ab mit Bildergalerien und Streetfood Ständen.
Tobi futtert sich durch alle Fleischspiesse die er unterwegs kriegen kann und ich hoffe jedes Mal, dass ihm das Glück im russischen Roulette wohlgesonnen ist.
Als es Abend wird und wir schon zum x-ten Mal beim Hoan Kiem See wieder rausgekommen sind, gehen wir zurück zu unserer Unterkunft um die Bustickets für Cat Ba zu buchen.

Da wir keine Ahnung von dem Transporten in Vietnam haben, lassen wir uns zuerst kurz beraten und entscheiden uns dann für die Fahrt am frühen Samstagmorgen.
Anschliessend machen wir uns wieder auf den Weg und essen unterwegs was zu Abend.

Beef Noodlesoup und dazu einen Teller Porkrips to share, dazu gibt’s Bier, what else?
Nach dem Essen bleiben wir in einer Bar hängen wo es AC/DC und kein Technoschrott gibt, teilen uns da noch eine Portion Fritten und trinken das selbstgerbraute Beer Hanoi, welches zwar nicht schlecht ist, aber mich auch nicht gerade umhaut.
Das Tiger Beer mag ich viel lieber.

Wir unterhalten uns mit den Jungs die in der Bar arbeiten und nur gebrochen Englisch sprechen, jedoch uns mit Enthusiasmus und Witz begegnen.
Als dann die Polizei die Sperrstunde einläutet, machen auch wir uns zu Fuss auf den Rückweg, das aber in strömendem Regen.

Auf der Strasse ist kaum mehr jemand zu sehen und auch der Verkehr hat sich soweit beruhigt, dass man nur noch vereinzelt ein paar Motorräder und Autos sieht.

Diese herrliche Ruhe, kein Gehupe, kein Motorenlärm, keine Menschen, nur das Rauschen des Regens begleitet uns auf dem Rückweg und wäscht dabei den Feinstaub aus der Luft.

Zurück im Zimmer hängen wir unsere nassen Klamotten auf und gehen danach zu Bett.

Heute haben wir die Kamera im Zimmer gelassen und keine Bilder gemacht.

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