23.02.2019. Zurück nach Luang Prabang

Pünktlich um halb acht stehen wir mit knurrendem Magen vor dem Tresen und warten auf unser Frühstück, aufgestanden sind wir eine Stunde vorher.

Als es endlich kommt, befinden wir uns bereits im Stress weil ein Deutsches Pärchen uns mitgeteilt hat, dass man schon kurz nach acht an der Busstation sein sollte, weil man sonst keinen Platz mehr bekommt.
Uns jedoch hat die Agentur gesagt, es reiche wenn wir kurz vor neun da sind.
Um auf Nummer sicher zu gehen, schlingen wir unser Essen also in Rekordtempo hinunter und machen uns kurz darauf auf den Weg zur Busstation, die nur ein paar Minuten von uns entfernt ist.

Dort angekommen halte ich dem Kerl hinter der Scheibe meine Fahrscheinquittung unter die Nase, die er misstrauisch betrachtet und dann zu seinem Arbeitskumpel hinüberschiebt.
Der schaut sie ebenfalls lange an und teilt uns dann mit, dass der Bus um neun Uhr schon voll sei und der nächste erst um zehn oder elf nach Luang Prabang fährt.
Der Witz dabei: Die Tickets selbst kann man nur immer an dem Tag kaufen, wo die Busse auch fahren, am Vortag geht es nicht.

Ich teile ihm mit dass wir in dem Fall ein Ticket für den nächsten Bus nehmen werden und das wir dieses schon bezahlt hätten, darum auch die Quittung.
Er weigert sich zuerst uns diese auszuhändigen, da bei Q Adventures keine Angaben draufstehen, doch schlussendlich händigt er mir die Tickets auf und ich setze mich mit Tobi zusammen auf eine Bank um zu warten.

Der neun Uhr Bus fährt um halb neun schon los weil er voll ist, bald darauf kehrt Ruhe auf dem Platz ein, bis um kurz nach neun der nächste Bus eintrifft.
Wir steigen ein und setzen uns auf die reservierten Plätze, danach warten wir noch eine gute Stunde, bis der Bus sich endlich in Bewegung setzt.

Als wir schon etwa zehn Minuten gefahren sind, fährt der Fahrer rechts raus und hält an um noch einen Passagier aufzunehmen, doch da dieser kein Ticket hat, kehren wir nochmals um und fahren nach Nong Khiaw zurück, damit dieser noch ein Ticket kaufen kann.
Nachdem der Passagier sein Ticket geholt hat, fahren wir wieder Richtung Luang Prabang, wobei die Fahrt an die vier Stunden dauert, mit mehreren Unterbrüchen wie immer.

Nach 150 Km Busfahrt sind wir dann endlich am Busbahnhof von Luang Prabang angekommen und nehmen von dort aus ein Tuk Tuk bis ins Stadtzentrum.
Da das Guesthouse welches wir diesmal gebucht haben um einiges zentraler ist, können wir den Rest bequem zu Fuss gehen.

Das Silikhane Guesthouse liegt in einer ruhigen kleinen Gasse etwa hundert Meter vom Night Market entfernt und wir bezahlen für die Nacht inkl. Frühstück 18 USD.
Die Zimmer sind klein aber sehr sauber und die Leute sehr freundlich.
Wir beziehen unser Zimmer im EG und gehen danach zuerst mal etwas Essen.

Wir teilen uns einen Teller mit Chinese Dumplings und danach nehme ich ein Laap mit Chicken und Reis, während Tobi ein BBQ Pork gebacken in Bananenblättern isst.
Das Essen ist sehr fein, wenn auch etwas teurer als an den üblichen Orten.
Zurück im Zimmer nutze ich die Zeit um Blogbeiträge zu schreiben und hochzuladen, anschliessend hüpfen wir unter die Dusche, geben unsere Schmutzwäsche ab und machen uns danach auf den Weg, um noch ein wenig in der Stadt herumzulaufen.

Wir folgen dem Mekong River und bewundern dabei die schönen Hotels und Häuser, sowie die zahlreichen kleinen Restaurants.
Danach gehen wir durch den Night Market und während wir da so selbstgewobene Sachen anschauen, treffen wir spontan auf Karin und Wolfgang, die ebenfalls noch für zwei Tage in Luang Prabang sind, bevor sie den Flieger nach Siem Reap nehmen.

Wir freuen uns riesig, die zwei zu sehen und natürlich machen wir uns anschliessend grad zu viert auf den Weg, um etwas zu trinken.
Die beiden essen noch was zu Abend, wir haben vom späten Mittagessen noch genug und lassen das Abendessen deshalb ausfallen.

Bei Bier und Gelächter lassen wir den Abend gemütlich ausklingen und kehren erst spät zum Guesthouse zurück.
Heute haben wir ausnahmsweise mal keine Bilder gemacht.

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