15.02.2019. Mit dem Bus von Kong-Lor nach Vientiane

Der Wecker reisst uns um fünf Uhr in der Früh aus dem Schlaf und um halb sechs bestellen wir unser Frühstück, welches erst kurz nach sechs serviert wird.
Immerhin haben wir schon gepackt, wir werden nämlich um halb sieben abgeholt.
Nach dem Frühstück gehen wir nochmals kurz aufs Zimmer um unsere Rucksäcke zu holen, anschliessend steht auch schon der halboffene Lieferkarren mit den Seitenbänken da.

Zuerst müssen wir aber noch helfen, die Rucksäcke auf das Dach zu hieven.
Wie die Rucksäcke bei den Schlaglöchern und ohne Befestigung oben bleiben, ist mir ein Rätsel.
Wir finden gerade noch so Platz auf den Bänken, weil die schon mit anderen Touristen vollgestopft sind, was ärgerlich für die Einheimischen ist die auch noch mitfahren wollen.

Immer wieder hält der Wagen an um noch mehr Leute aufzugabeln, denn dieser fährt bis nach Thakhek, wobei wir umsteigen müssen.
Ich habe nichts gegen die anderen Touristen schliesslich sind wir selbst welche, aber wenigstens auf der Bank so zusammenzurücken dass die älteren Einheimischen Damen auch noch Platz nehmen können, ist wirklich das Mindeste.

Irgendwo bei der Auffahrt durch die Berge stehen zwei Busse bereit, ein grosser Reisebus und ein kleinerer, wir müssen umsteigen.
Der eine hat sich schon meinen Rucksack geschnappt und in den kleineren Bus gepackt, ich renne ihm mit Tobis Rucksack hinterher, damit dieser nicht im anderen Bus landet.

Ich verstehe zuerst den Stress nicht ganz und Tobi auch nicht, bis wir begreifen dass dies ein grosser Konkurrenzkampf zwischen den Fahrern ist.
So auch die darauffolgende Situation als wir losfahren und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit den grossen Bus überholen, nur am dann ein paar hundert Meter weitervorne eine Vollbremse zu machen, um einen weiteren Passagier mitzunehmen und das möglichst, bevor der grosse Bus anhält und sich diesen unter den Nagel reissen kann.
Dumm gelaufen für unseren Fahrer, der grosse Bus war trotz allem schneller und sackt den Passagier ein.

Wir brauchen für die Fahrt nach Vientiane an die siebeneinhalb Stunden und halten Zwischendurch immer wieder mal an, um Leute mitzunehmen oder aussteigen zu lassen.
Gegen den frühen Nachmittag kommen wir endlich an und teilen uns mit einem Deutschen und drei Mädels aus Spanien ein Tuk Tuk, um damit zu unserem Guesthouse zu fahren.

Dort angekommen checken wir ein und beziehen unser Zimmer für 18 USD pro Nacht, danach ruhen wir uns kurz aus.
Später verlassen wir unser Zimmer und gehen was essen, denn wir sind beide ziemlich hungrig.

Ich bestelle ein Reis Lao Style welcher mit gehacktem Schweinefleisch und einem Spiegelei kommt und sehr fein ist, aber sehr scharf dank den kleinen versteckten Chilis überall.
Tobi isst seine heissgeliebte Nudelsuppe und ist ebenfalls zufrieden.

Nach dem Essen beschliessen wir, uns ein wenig umzusehen und machen uns mit der Kamera auf den Weg.
Vientiane ist nicht sonderlich modern, nicht so wie man es von einer Hauptstadt erwartet, es erinnert mich ein wenig an Phnom Penh.
Wir laufen durch die Strassen die mit zahlreichen Restaurants und Läden versehen sind und gehen anschliessend ein Stück am Mekong entlang.

Dabei kommen wir auf dem Rückweg bei einem Tempel / Museum an und zahlen pro Person den Eintritt von 10’000 Kip, um ihn zu besichtigen.
Besonders viel gibt es nicht zu sehen, es sind vor allem alte Buddha Statuen, Relikte aus alter Zeit, sowie Merchandising für die Touristen.
Das Gebäude selbst ist jedoch beeindruckend und ich mag diese Art von Architektur sehr.

Anschliessend gehen wir eins trinken und kehren aufs Zimmer zurück um die Kamera abzulegen.
Später gehen wir Pizza essen, denn nach all dem Reis und den Currys brauchen wir zwischendurch mal eine westliche Abwechslung.
Die Pizza ist sehr fein, das Restaurant gehört einem Pakistani der in Italien das Handwerk gelernt hat.

Nach all der Fahrerei, der kleinen Sightseeing Tour und dem feinen Essen sind wir müde und ziehen uns bald darauf zurück.

Die Dusche ist so lala, zuerst funktioniert der Durchlauferhitzer nicht und für das Auswaschen meiner Haare brauche ich fast eine Viertelstunde, weil so wenig Wasser aus der Brause kommt.

Ich lade noch Beiträge hoch und Tobi ist schon fast eingeschlafen.

 

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