06.02.2019. Wir verlassen Pakse und fahren zum Tad Lo Wasserfall

Diesmal ist es nicht Tobi dem es am nächsten Morgen schlecht geht, sondern ich.
Durchfall, Übelkeit aber kein Erbrechen, ein grässliches Gefühl als ob sich mein Magen auswringen würde.
Doch davon lasse ich mich nicht unterkriegen und nach einer Schüssel Reissuppe fühle ich mich immerhin soweit gut, dass ich mich auf den Scooter setzen und losfahren kann.

Tobi nimmt den grossen Reiserucksack, ich den kleinen und den anderen grossen Rucksack können wir in der Unterkunft lassen.
Wir fahren beide mit unseren Rollern los und folgen der Hauptstrasse die uns aus Pakse hinausführt, aufs Land.
Es ist heiss und wir sind beide gut eingeschmiert, trotzdem ist die Sonne stark und unbarmherzig.

Unterwegs muss ich zuerst noch tanken, dann geht es weiter der Hauptstrasse entlang, wo uns tatsächlich viele LKW’s entgegenkommen.
Da mein Helm im Gegensatz zu Tobi’s kein Visier hat, fliegt mir der ganze Staub ins Gesicht und in die Augen, trotz Sonnenbrille.

Wir sind komplett auf dem Land unterwegs, werden von den Kindern mit Sabaidee begrüsst und müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht mit Ziegen, Kühen und Hunden zusammenstossen, denn die laufen nämlich unkontrolliert auf die Strasse.

Nach ca. 20Km Fahrt kommen wir an einem Wasserfall namens Phasuom an und mir ist wieder so übel dass ich fürchte, mich gleich übergeben zu müssen.
Ich mixe eine Wasserflasche mit Elektrolytpulver welches ich immer dabei habe und trinke gleich eineinhalb Liter davon.

Anschliessend gehen wir zu Fuss zum Wasserfall und bestaunen ihn, die vielen Fische und vor allem dass es so wenig Leute hat, obwohl immer alle sagen, jetzt sei Hochsaison.

Nach dem Phasuom Wasserfall geht es weiter zum nächsten, den Maakngeo Wasserfall, der ganz versteckt im Dschungel liegt.
Wir sind die einzigen und verweilen dort einen Moment, geniessen die Ruhe und Idylle und finden es einfach wunderschön.

Zurück bei den Bikes steigen wir wieder auf und begeben uns auf die nächsten 50Km Fahrt die noch vor uns liegt, bis zum Tad Lo.
Der Weg dorthin zieht sich und die Brücken die wir überqueren sind leicht kriminell, vom Verkehr ganz zu schweigen.

Nach weiteren eineinhalb Stunden kommen wir endlich an und machen uns zuerst mal auf die Suche nach einer Unterkunft, mit Booking.com findet man hier nämlich nicht sonderlich viel.
Nachdem wir zwei Unterkünfte besichtigt haben finden wir für 12 USD / Nacht ein Zimmer das uns passt und buchen gleich für zwei Nächte, weil es mir immer noch nicht besser geht.

Wir ruhen uns einen Moment aus und gehen anschliessend nach unten ins Restaurant wo man bei der Selbstbedienung einen heissen Tee holen kann, den ich sogleich nehme.

Zum Abendessen gibt’s dann einfach nur Reis mit Salz und etwas Brühe für mich, die klaue ich von Tobi’s Nudelsuppe.
Danach gehen wir zurück aufs Zimmer und ich bin froh, dass ich endlich ins Bett kann, denn ich fühle mich müde und energielos.

Nach ein wenig lesen löschen wir auch kurz darauf das Licht.

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