05.02.2019. Ausflug nach Champasak zum Tempel Vat Phou

Unser obernerviger Partyboy hat um ein Uhr morgens nach dem Feuerwerk vom chinesischen Neujahrsfest, endlich Leine gezogen.
Trotzdem bin ich etwas müde und unausgeruht als wir den heutigen Tag beginnen, auch die gute Laune hält sich in Grenzen.

Nachdem wir uns angezogen haben, packen wir gleich den Rucksack und machen uns zu Fuss auf den Weg, um etwas Essbares zu finden.
Wir finden im Zentrum ein kleines Restaurant und nach einer Portion gebratenem Reis und einem O-Saft fühle ich mich gleich viel besser.

Anschliessend suchen wir eine gute Rollervermietung doch Miss Noy wo eigentlich alle empfehlen, lässt uns eiskalt abblitzen.
Also gehen wir zu Wang Wang den Natascha und Danny uns empfohlen haben und finden da einen 110cc Roller für mich und für Tobi einen 125cc Roller.
Mir sind mit meinem kleinen Kopf natürlich alle Helme ein wenig zu gross, aber der eine passt dann doch soweit, dass er mir nicht über die Augen rutscht, den Kinnriemen habe ich bis ans Limit festgezurrt.

Da ich im Gegensatz zu Tobi noch nicht wirklich erprobt bin mit Roller fahren, fühle ich mich im Stadtverkehr anfangs ein bisschen überfordert, doch dies legt sich schnell.
Wir fahren über die grosse Brücke die über den Mekong führt und nehmen die Hauptstrasse nach Champasak, wo wir den Tempel Vat Phou besichtigen wollen.
Unterwegs brennt uns die Sonne auf die Arme und wir sind beide froh dass wir uns dick mit Daylong 50+ eingeschmiert haben, weil auf die ist einfach immer Verlass.

Die Fahrt nach Champasak dauert ca. eine Stunde und unterwegs gibt es eigentlich nicht besonders viel zu sehen, bis auf ein paar Tempel und kleine Häuschen.
Kurz vor Champasak entdecken wir aber endlich mal ein richtig grünes Reisfeld, farblich eine herrliche Abwechslung zum trockenen und braunen Gras und denn Büschen.

In Champasak angekommen fahren wir durch das Dorf und kommen nach weiteren acht Kilometern beim Vat Phou Tempel an, der zum UNESCO Kulturerbe gehört.
Die Mauern sind uralt und stammen aus dem 11. -13. Jahrhundert und wurde damals von den Khmer erbaut.
Die Bauart erinnert an die von Angkor Wat und trotzdem ist sie unterschiedlich, viel davon ist leider nicht mehr zu sehen.

Die Treppen die zu einem weiteren Tempelgebäude hinaufführen sind steil und krumm, vieles ist durch Regen aufgeweichten Boden auch abgesackt.
Wir steigen die Treppen hoch und bewundern die schöne Aussicht, geniessen diesen friedvollen Ort und den Wind, der unsere erhitzten Gesichter kühlt.
Es ist gute 36 Grad und wir trinken literweise Wasser und halten uns möglichst im Schatten auf.

Wir verweilen noch ein wenig hier und machen uns dann auf den Rückweg zu unseren Bikes, die wir im Schatten für 10’000Kip parkieren konnten.
Damit fahren wir zurück nach Champasak wo wir in einem Restaurant etwas essen und dann nach Pakse zurückfahren.

Bei unserer Unterkunft angekommen sind wir sehr froh, dass unsere Wäsche schon fertiggewaschen bereitliegt und nehmen sie gleich mit aufs Zimmer.
Nach einer herrlichen Dusche besprechen wir die folgenden Tage und machen uns am Abend auf den Weg ins Zentrum weil ich noch Schuhe brauche.

In einem Restaurant stürzen wir uns hungrig auf asiatisches Essen, dass absolut fantastisch ist und machen uns später auf den Rückweg zum Hostel.
Dort angekommen lässt Partyboy nicht lange auf sich warten und terrorisiert uns mit seinem miserablen Sound, genau wie am Vorabend.

Hoffentlich hält er diesmal nicht so lange durch, wie gestern und wir können bald schlafen.

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