28.01.2019. Angkor Wat Sunrise Tour

Der Wecker klingelt um 04.45 Uhr morgens und draussen ist es noch tiefe Nacht, als wir aufstehen.
Eine Flasche Elektrolyt, genug Wasser und Sonnencrème, ein Ersatzakku für die Kamera und wir sind startbereit.

Unten an der Rezeption schlafen die Angestellten noch auf dem Sofa, doch für uns steht je ein Frühstückspaket bereit, welches wir sogleich mitnehmen.
Mr Piseth, unser Fahrer steht pünktlich bereit und wir tuckern gemütlich mit dem Tuk Tuk durch die noch leeren Strassen von Siem Reap.

Es ist herrlich ruhig obwohl die einen Händler und Verkäufer schon ihre Stände aufgestellt haben und Toastbrot und andere Sachen verkaufen.
Ca. 20 Minuten später kommen wir am Ticketschalter an und kaufen uns je einen Dreitagespass für 62 USD / Person.
Danach geht’s zurück zum Tuk Tuk und wir müssen am Eingang der grossen Tempelanlage von Angkor Wat unsere Eintrittspässe zeigen, die hier genaustens kontrolliert werden.

Dann geht’s zu Fuss weiter durch die Dunkelheit über die künstlich angelegten Wassergräber und dann zu einem Ufer, wo das Wasser schon fast versiegt ist.
Dort warten wir bis die Sonne aufgeht, der absolute Touristen Groove.
Alle aufgestellt in einer Rehe, zuvorderst natürlich die Chinesen und Japaner mit ihren Hightech Kameras.
Gedränge, ungeduldiges Trampeln, hartnäckige Verkäufer die am frühen Morgen schon Stoffhosen und Bilder verkaufen wollen, aber auch Tee und Kaffee.
Wir verneinen höflich und suchen uns einen Platz in der Menge wo wir eine gute Sicht auf Angkor Wat haben.

Die Sonne geht langsam auf und es wird hell, das Morgenrot begrüsst uns in wunderschönen Farben und begeistertes Raunen geht durch die Menge.
Kameras klicken und wir alle machen ein paar Bilder bevor es Tobi und mir zu bunt wird und wir uns auf Entdeckungstour begeben.

Angkor Wat ist so beeindruckend dass es einem den Atem verschlägt.
Alte hohe Mauern umgeben das Gelände, erbaut im zehnten Jahrhundert.
Die Architektur erinnert an den Bau der Inkas, fünf Türme sind es insgesamt.
Einer befindet sich als Zentrum in der Mitte, die anderen vier um geben ihn als schützendes Viereck.

Wir laufen durch die Gänge, betrachten die vielen Steine die gebraucht wurden um das hier zu bauen, stellen uns die Menschen vor die dafür schuften mussten und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Die Wassergräben die die Tempelanlage umgeben, wurden unter anderem dafür geschaffen, dass man dreimal im Jahr Reis anpflanzen konnte, welcher den Khmer in dieser Zeit grossen Reichtum eingebracht haben.
Man stelle sich vor wie viele Tonnen Schlamm und Erde die Leute schaufeln mussten, um diese gewaltigen Seen anzulegen.

Das Sonnenlicht durchbricht den Himmel und taucht den Tempel in goldenes Licht, wir können uns an den Farben kaum sattsehen.
Wir laufen bestimmt fast drei Stunden herum bevor wir zu Mr. Piseth zurückkehren und etwas essen, dann geht es weiter zum Bayon Tempel, eigentlich der eindrücklichste Tempel von allen, erbaut im späten 12. Jahrhundert.
Er gilt als Haupttempel von Angkor Tom (Grosse Stadt) und ist berühmt für seine hohen Türme, die mit Gesichtern versehen sind.

Auch dort sind wir wieder über alle Massen begeistert und bestaunen die Anlage, welch eine unglaubliche Architektur sich hier befindet, es ist der absolute Wahnsinn.
Die Treppen sind hoch und steil, alles ist verwinkelt und jedes Detail perfekt.
Wir müssen hier einfach die Bilder sprechen lassen, denn sie sagen mehr als tausend Worte.

Wir besuchen jede Ecke und jeden Raum im Bayon Tempel, besichtigen anschliessend die grosse Buddha Statue und gehen dann zu Fuss weiter zum Baphuon Tempel, Prea Khan und Bantei Kdei.
Nach dem Baphuon Tempel der verhältnismässig auch noch ziemlich gross ist, folgen die kleineren Tempelanlagen, die allesamt irgendwo in den Wäldern stehen und wo sich die Natur schon viel zurückgeholt hat.

Riesige Bäume sind auf den Mauern der Anlagen gewachsen, ihre Wurzeln verlaufen direkt auf den Steinen und es ist schon verrückt und mystisch zugleich, wie sich der natürliche Kreislauf der Natur alles zurückholen kann.

Das viele Laufen und klettern in der strahlenden Hitze der Sonne lohnt sich, jeder Schritt ist die Mühe wert denn hinter jeder Ecke erwartetet einen eine neue Überraschung.
Kein Tempel ist gleich wie der andere, jeder hat seinen eigenen Charakter und unterscheidet sich in kleinen und grossen Details.

Wir sind lange unterwegs, insgesamt fast neun Stunden und als wir zum Hotelzurückkehren sind wir müde und erledigt.
Wir gehen kurz ins Zimmer und ruhen uns aus, dann geht’s runter zum Pool wo wir eine Runde schwimmen und den Rest des Nachmittags ein wenig lesen und chillen.
Abends nach der Dusche fahren wir mit dem Tuk Tuk zur Pub Street, eine Strasse voll mit Restaurants und Bars, wo wir bei einem Chinesen was zu Abend essen.

Anschliessend schlendern wir durch die Strassen und besichtigen den Nightmarket, dann geht es zu Fuss zurück zum Hotel.

Wir sind todmüde und erledigt, weshalb wir uns nur noch umziehen, die Zähne putzen und ins Bett fallen.

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