26.01.2019. Sihanoukville und auf dem Weg nach Siem Reap

Das Klappern von Plastiktellern und Besteck durchdringt die Mauern und Fenster des ringhörigsten Hotelzimmers der Welt und um halb sieben sind wir hellwach, wie hätte man denn da auch weiterschlafen können.
Wir ziehen uns an und setzen uns draussen ebenfalls an einen der Tische, trinken eine Tasse Schwarztee und frühstücken.

Anschliessend verabschieden wir uns noch von den Deutschen die wir am Vortag kennengelernt haben, denn sie werden noch diesen Morgen mit dem Bus nach Thailand fahren.

Wir ziehen uns aufs Zimmer zurück, packen den Rucksack mit Wasser und Kamera und verlassen das Zimmer wieder, um mit einem Tuk Tuk Fahrer nach Sihanoukville zu fahren.
Die Stadt ist ca. 6Km von uns entfernt und wir waren bis jetzt noch nicht da, deshalb haben wir beschlossen den Morgen zu nutzen und uns mal ein wenig umzusehen.

Wir finden schnell ein Tuk Tuk resp. Papstmobil (siehe Foto) und holpern über die staubige Piste Richtung Stadt.
Es geht vorbei an Baustellen, noch unbebauten aber bereits verkauften Grundstücken und kleine Siedlungen am Strassenrand.
LKW’s kommen uns ununterbrochen entgegen, beladen mit Dreck, Schutt und Baumaterialien.
Die Luft ist so staubig dass uns der Hals kratzt und die Strasse so uneben, dass sie einer Offroad Piste gleicht.

Der Verkehr wird dichter, je näher wir der Stadt sind und als wir ankommen, sind wir eigentlich nur von Baustellen umgeben.
Auch hier wird ein Hotel und Casino nach dem anderen gebaut, Sihanoukville ist nämlich eine steuerfreie Zone, lukrativ und potenziell, auch weil sie direkt am Meer liegt.
Chinesische Firmen wohin das Auge reicht.

Wir fahren durch die Stadt und wissen ehrlichgesagt gar nicht so genau, was man hier überhaupt anschauen kann.
Ein paar Luxushotels vielleicht oder einen Tempel, so wie den, denn wir uns anschauen.

Die Anlage wäre schön, wenn sie gepflegter wäre, doch auch hier wird gebaut.
Kinder spielen auf dem Platz und ich frage sie ob ich ein paar Bilder machen kann, zeige sie ihnen anschliessend und verteile high five’s.
Der Haupttempel selbst ist ein sehr schönes Gebäude, auch die Innenarchitektur mit dem verzierten Säulen und dem goldenen Buddha ist beeindruckend.

Wir gehen eine Weile herum, besichtigen alles und machen uns mit dem Fahrer wieder auf den Rückweg, wobei er uns noch einen Strand zeigt, der als Touristenattraktion gilt.

Danach fahren wir zurück zum Hotel und bitten den Fahrer um drei Uhr nachmittags wieder hier zu sein, damit er uns zum Flughafen bringen kann.
Anschliessend essen wir am Strand etwas zu Mittag, kehren zum Zimmer zurück und packen unsere Rucksäcke.

Um zwei Uhr checken wir aus, chillen noch eine Stunde in der Sitzecke und warten dann auf unseren Fahrer, der nicht auftaucht.
Dafür aber kommt sein «Bruder» mit den Auto der uns für den gleichen Preis zum Flughafen bringt.

Am Flughafen angekommen herrscht ein wenig Chaos weil das neugebaute Gebäude eigentlich schon jetzt viel zu klein ist.
Wenn dann all die Hotels fertiggebaut sind, werden die hier ordentlich ausbauen müssen, sonst wird das nichts.

Da der Check-In Schalter erst nach vier Uhr öffnet, setzen wir uns draussen auf den Boden und warten, Bänke gibt es hier nämlich nicht.
Als der Check-In Schalter öffnet geht es sehr langsam und schleppend voran, wir müssen über eine Stunde warten, bis wir an der Reihe sind und uns dann schon fast beeilen um den Flug nach Siem Reap zu erwischen.
Wir gehen durch die Kontrollen und laufen über das Rollfeld zum Flieger, der schon startbereit ist.

Im Flugzeug kommen wir mit einem Schweizer namens Philip ins Gespräch der für zwei Wochen in Kambodscha reist und so vergeht die Flugzeit von einer Stunde auch sehr schnell vorbei und wir landen in Siem Reap.
Für 60 Fr./ Person können wir uns definitiv nicht beklagen und sind froh gut angekommen zu sein und dass wir uns die Busfahrt von 12 Stunden ersparen konnten.

Die Gepäckausgabe verläuft zügig und draussen warten wir auf den Tuk Tuk Fahrer mit unserem Namensschild, ein Gratisdienst unserer Unterkunft.
Der erscheint ein paar Minuten zu spät was uns nicht stört und sobald wir alles eingeladen haben, fahren wir durch das erstaunlich saubere Siem Reap.

Die Fahrt zu unserem Hotel dauert an die 20min und dort angekommen, sind wir begeistert, denn obwohl wir das günstigste Zimmer gebucht haben, bekommen wir die Luxusausführung.

27 Fr. pro Nacht inkl. Frühstück und ein grosses und helles Zimmer mit Regendusche, da finden sogar Herr und Frau Schweizer nichts mehr zu meckern.
Wir essen auch gleich im Hotel zu Abend und gehen anschliessend früh zu Bett.

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