23.01.2019. Mit dem Bus von Kampot nach Sihanoukville

Kein Wecker der klingelt aber viel laute Musik, welche uns am Morgen aufstehen lässt.
Zu Fuss verlassen wir unsere Unterkunft und machen uns auf die Suche nach etwas Essbarem, es läuft auf gebratenen Reis und Gemüse hinaus, eigentlich das beste Frühstück überhaupt.

Nach dem Essen gehen wir zu einem Supermarkt und decken uns mit Snacks und Wasser, dann geht’s zurück zum Zimmer.
Rucksäcke packen, nochmals aufs Klo gehen und schon ist es halb elf und wir müssen auschecken.

Draussen setzen wir uns auf eine Bank im Schatten und warten auf den Bus der uns abholen soll, doch um elf ist immer noch keiner da.
Um viertel nach elf kontrollieren wir nochmals unser Ticket und fragen uns schon ob uns bei der Buchung ein Fehler unterlaufen ist, doch ein zwei Minuten später ist der  gute Herr da und wir können einsteigen.

Unterwegs macht er nochmals bei zwei anderen Hotels halt, anschliessend werden wir bei der Tourist Information abgesetzt und müssen dort auf den Anschlussbus warten, der welch  eine Überraschung!, der gleiche ist wie der, der uns abgeholt hat.
Da er schon ziemlich voll ist, setzen wir uns zum Fahrer nach vorn, der gleich darauf losfährt.

Die Fahrt nach Sihanoukville dauert insgesamt drei Stunden und ist keine Sekunde langweilig, weil unserer Fahrer ein sehr ehrgeiziger, leicht irrer Kerl ist.
Mit 90h/km rast er über die schlechten Strassen, zieht Vollbremsen bei Schlaglöchern (und von denen hat es reichlich), überholt in den übelsten Kurven und lässt sich auch bei Baustellen kaum stoppen, geschweige dass er warten würde, bis die anderen Verkehrsteilnehmer vorgefahren sind.
Vorne zu sitzen hat also Vor und -Nachteile, denn eigentlich will man es manchmal ja gar nicht so genau wissen.

Zum Glück aber kommen wir heil in Sihanoukville an, wobei unser Hotel am Otres Beach ll liegt, die Nacht da kostet 19 USD für ein Doppelzimmer.
Wir checken ein und ruhen uns kurz aus, anschliessend geht’s direkt an den Strand, wo man wieder einmal auf zwei verschiedene Welten trifft.
Einerseits trifft man auf neugebaute Hotels und Resorts in modernem, luxuriösen und elegantem Baustil, andrerseits auf kleine Hütten bestehend aus Holzbrettern und Blechdächern.

Die Einheimischen mit ihren kleinen Häusschen werden vertrieben, kleine Läden müssen der grossen Hotellerie weichen.
Am Strand entlang finden wir zahlreiche kleine Restaurants und Bars, die Liegenstühle stehen bei Flut im Wasser, mit wenig versuchen die lokalen Einwohner ein bisschen Geld zu verdienen.

In zwei Jahren wird man hier von nichts mehr zu sehen bekommen, denn es wird überall gebaut, Land enteignet und die Läden und Stände abgerissen.
Allen voran sind hier Chinesen am Werk, aber auch Amerikaner und Australier, das Land hat in den letzten Jahren 3000% an Wert zugelegt, eine Investitionsoase sondergleichen.

Wir gehen am Strand entlang, setzen uns in eins dieser Restaurants und trinken etwas, lassen die hier noch friedliche Szene auf uns wirken, am Strand wunderschön, eine Reihe weiter hinten ein Mix aus Baustellen und kambodschanischem Leben.

Wir beschliessen, uns am nächsten Tag genauer umzusehen, heute wollen wir nur noch gemütlich zu Abend essen und dann ins Bett.
Ich bestelle ein kambodschanisches Khmer Style Curry mit Reis, Tobi ein Lok Lak mit Reis, beides einheimische Spezialitäten und wahnsinnig fein.

Nach dem Essen schlendern wir zum Hotel zurück und gehen bald darauf ins Bett.

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