21.01.2019. Wir verlassen Phnom Penh und fahren mit dem Bus nach Kampot

Wir sind früh auf am nächsten Morgen und die Sonne geht gerade auf, als wir aus dem Fenster schauen.
Wir ziehen uns an und fangen schon mal ein wenig an unsere Rucksäcke zu packen, denn heute Mittag werden wir den Bus nach Kampot nehmen.

Kurz nach acht verlassen wir das Zimmer und machen uns auf den Weg zu einem kleinen Restaurant, wo wir unser Frühstück bestehend aus Reis und gebratenem Gemüse einnehmen.
Anschliessend kehren wir aufs Zimmer zurück und räumen alles komplett auf, zum Glück ist unsere Wäsche trocken.

Um zwölf Uhr checken wir aus und werden kurz danach von einem Tuk Tuk Fahrer abgeholt, der uns zum grossen Busbahnhof von Phnom Penh bringt.
Eine letzte Fahrt durch die bunte und chaotische Stadt in der wir uns in den letzten Tagen sehr wohl gefühlt haben.
Am Busbahnhof angekommen steht unser Bus mit der Nummer 32 auch schon bereit und wir steigen ein und machen es uns auf unseren reservierten Plätzen gemütlich.

Wir fahren zeitig los und drängeln uns durch den dichten Stadtverkehr.
Alleine für das Verlassen der Stadt brauchen wir schon fast eine Stunde, weil Chaos herrscht.
Es geht hinaus aufs Land und wir fahren auf einer holprigen Strasse durch unzählige kleine Dörfer.
Hühner, Kühe und Hunde befinden sich auf der Strasse, Menschen sitzen im Schatten ihrer kleinen Häuser, denn die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel.
Auch hier sind die Menschen arm und haben nicht viel zum Leben, trotzdem haben viele von ihnen ein Lächeln auf dem Gesicht.
Sie verkaufen Gemüse, braten und frittieren irgendwas, verkaufen Kleider und Körbe, oder einfach nur Getränke.

Die Fahrt zieht sich dank einer Baustelle ewig dahin und trotzdem empfinde ich es keine Sekunde lang als langweilig.
In der Mitte des Weges machen wir eine kurze Pinkelpause, danach geht’s weiter Richtung Süden.

Geplant war ursprünglich eine Fahrt von drei Stunden aber als wir endlich in Kampot ankommen und ich auf die Uhr schaue stelle ich fest, dass wir ganze sechs Stunden mit dem Bus unterwegs gewesen sind.
Wir gehen den Rest zum Hotel zu Fuss und müssen dort eine weitere halbe Ewigkeit auf den Besitzer warten, weil der noch geschlafen hat und hinter dem Tresen herumgähnt.

Nachdem wir endlich eingecheckt haben, beziehen wir unser Zimmer und ruhen uns einen Moment aus, bevor wir uns zu Fuss wieder auf den Weg machen.
Der grosse Durian Kreisverkehr in der Mitte der Stadt Kampot, ist ein guter Orientierungspunkt und von dort aus laufen wir hinunter zum Fluss und folgen ihm ein Stück.
Der Verkehr hier ist um einiges weniger dicht als in Phnom Penh und wir fühlen uns augenblicklich wohl.

In einem günstigen Restaurant essen wir zu Abend und kehren bald darauf ins Hotel zurück, denn wir wollen nur noch duschen und ab ins Bett.
Den Durchlauferhitzer muss ich zuerst noch auf Reset stellen, danach läuft das Wasser im Badezimmer nicht ab und Tobi muss helfen, anschliessen habe ich endlich meine heisse Dusche.

Immerhin kostet das Zimmer nur 19 USD, da können wir nicht viel sagen.
Die Bettdecke ist auch nicht bezogen, doch dafür haben wir ja den Seidenschlafsack dabei, weshalb uns das auch egal ist.

Frisch geduscht und sauber gehen wir alsbald ins Bett.

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