20.11.2018. Ein platter Reifen in Kahncoban

Am frühen Morgen wecken uns die warmen Sonnenstrahlen und wir stehen auf und setzen uns mit unseren Müslischalen an den Picknicktisch, unter strengster Überwachung der Mc Pies und den Raben, die sich am liebsten auf unser Frühstück gestürzt hätten.

Anschliessend räumen wir zusammen und machen uns via eines Offroad Tracks auf den Weg nach Kahncoban, einem kleinen Ort an einem See.
Wir fahren durch zwei Bäche und folgen dann einer holprigen Piste quer durch den Wald, wo wir unterwegs Holz schlagen um wieder irgendwo ein schönes Lagerfeuer anzünden zu können.

Die Umgebung hier ist einfach wunderschön, umgeben von sanften grünen Hügel, Wälder und Seen, einfach traumhaft.
In Kahncoban angekommen fahren wir zu einem Caravan Park um ein paar Dinge zu erledigen, die nun einfach anstehen und erledigt werden müssen.

Besonders motiviert sind wir nicht und noch weniger sind wir es als wir gerade noch zusehen, wie die letzte Luft aus dem hinteren linken Reifen weicht…
Einen Platten hat uns gerade noch gefehlt und als wir uns an die Arbeit machen, stellen wir fest dass sich ein Riss gebildet hat der sich auch bei einem Mechaniker nicht mehr flicken lässt.
Froh um zwei Ersatzräder, kommen wir deswegen natürlich noch nicht in den Stresse.
Ich rufe eine Garage an um einen Termin für den nächsten Tag zu vereinbaren und wir wechseln den Reifen.

Da es hinten nun ein brandneuer ist müssen wir den zweiten vom Dach herunternehmen und auf einen Felgen spannen lassen, deswegen auch der Termin für den nächsten Tag.
Anschliessend führe ich ein längeres Gespräch mit der japanischen Autobehörde was den Import von Fahrzeugen in deren Land betrifft.

Es ist erstaunlich aufschlussreich und anhand von dem können wir nun unsere Planungen weiterverfolgen.
Zum Glück ist das Wetter so gut dass wir auch noch unsere Kleider waschen und draussen an der Wäscheleine aufhängen können.

Im Verlauf des Nachmittags habe ich einiges an Arbeit aufzuholen vor allem was die Arbeit im Internet betrifft weil ich sonst immer zu wenig Empfang gehabt hatte.
Doch auch das Netz hier bringt mich fast an den Rand der Verzweiflung weil es so verdammt langsam ist, dass sich meine Geduld ziemlich am Ende befindet und ich den Laptop am liebsten im See versenkt hätte.

Als es Abends wird hat Tobi immerhin schon alles so aufgeräumt im Auto dass wir die Sachen die wir dieses Jahr nach Hause nehmen wollen, in einem Rucksack verstaut haben und auch ich bin mit der Arbeit wieder ein bisschen nach.
Also gehen wir erst mal duschen und kochen dann zu Abend eine Pfanne Pasta Carbonara, mit der wir uns an unseren Campingtisch setzen und auf den See hinausschauen.

Langsam tauchen dichte graue Wolken auf und gerade als wir uns ins Auto zurückziehen, fängt es an zu regnen.
In der Ferne ist leiser Donner zu vernehmen doch zum Glück bleibt es beim Regen, als wir das Licht löschen und uns aufs Ohr hauen.

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