01.11.2018. Ein etwas anspruchsvoller Offroad Track

Nachdem ich am Morgen unser Camp als erstes auf Schlangen kontrolliert habe, frühstücken wir gemütlich in der Sonne und schnuppern den herrlichen Duft nach trockenem Gras und Heu, denn so manch einen an sein Zuhause erinnert.
Ich liebe diesen Geruch, er erinnert mich an Sommerabende und Pferde in der Schweiz und mit dem Blick auf die Berge macht es das ganze noch perfekt.

Zurück in Dunkeld nutzen wir dann nochmals die Dusche und machen es uns anschliessend mit einem Kaffeebecher auf der Mauer beim Visitor’s Center gemütlich um die nächsten Tage mit Natascha und Danny zu besprechen.
Schnell haben wir einen Plan ausgemacht und machen uns nach dem Kaffee auf den Weg nach Warnambool, wo die Great Ocean Road anfängt.

Nach dem Einkauf von Lebensmittel und Alkohol essen wir kurz was zu Mittag und begeben uns anschliessend auf einen Offroad Track, der uns zu überraschen weiss.
Anfangs ist der Track einfach nur ein bisschen steinig und mit den Büschen etwas eng aber gut befahrbar.
Doch mit der Zeit werden die Büsche immer enger und es läuft einem schon fast kalt über den Rücken, wenn die Äste über die Scheiben und die Karosserie kratzen.
Als die Büsche endlich hinter uns liegen kommt aber eine Passage mit so hohen und spitzigen Steinen, dass wir auf einem der Steine aufsetzen und so stecken bleiben.
Wir kriegen das Auto zwar wieder gut herunter, jedoch müssen wir uns etwas einfallen lassen um da heil durchzukommen.

Wir bauen mit Sand, Steinen und den Sandblechen eine Rampe für den schwierigsten Teil der Passage, messen dabei den Abstand der Reifen und die Länge des Radstands und lotsen uns dann gegenseitig vorsichtig hindurch.
Fahren mit äusserstem Feingefühl ist nun angesagt denn man hat zwischen den Steinen absolut null Spielraum und muss nach jedem Stein absolut perfekt stehen um den nächsten in Angriff zu nehmen.
Es klappt zum Glück wunderbar und wir freuen uns über das gute Teamwork und den Erfolg, es war wirklich eine Challenge auch wenn es auf den Bildern wie immer nach absolut nichts aussieht.

Anschliessend fahren wir weiter, wir haben am Ende für den 4Km langen Track, fast drei Stunden gebraucht.
Wir kommen erst spät am Abend an unserem geplanten Übernachtungsplatz an der so schön ist, dass wir sogleich beschliessen zwei Nächte dazubleiben.

Wieder richten wir uns ein und Danny zaubert uns ein paar wunderbare Bruschettas, die wir nur zu gerne essen.
Mit Wein und Musik lassen wir den langen Tag ausklingen und gehen erst spät zu Bett.

In der Ferne blitzt es und gelegentlich können wir sogar den Donner hören, jedoch hält das Wetter zum Glück die ganze Nacht.

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