08.10.2018. Southern Right Whales und 4WD Tracks

Wir sind beide um halb sieben wach und ausgeruht, die Sonne scheint und ein blauer Himmel ist zu sehen.
Wie schön nach all den Regentagen, das macht Laune!

Wir stehen auf und bereiten das Frühstück vor doch die Moskitos sind um diese Uhrzeit schon sehr blutrünstig, weswegen wir im Auto essen.
Nach dem Frühstück müssen wir zuerst mal alles vom klebrigen und feuchten Sand befreien, de haben wir nämlich überall.

Anschliessend fahren wir einen 4WD Track direkt am Meer entlang den laut des älteren Herrn vom Vorabend sollte es in der hinteren Bucht doch noch ein paar Wale geben, die den Weg in den Süden noch nicht angetreten haben.
Hoffnung ist darauf hin in mir aufgekeimt und deshalb will ich unbedingt zur hinteren Klippe fahren wo das Wasser tief und klar ist.
Also fahren wir durch tiefen Sand und Seegras, fahren ein Felsplateau hoch und parkieren dort unser Auto.

Mit Feldstecher und Kamera machen wir uns zu Fuss auf den Weg und klettern die Düne hoch, damit wir eine bessere Aussicht haben.
Und wir haben riesiges Glück!
Tatsächlich sehen wir zwei Southern Right Whales (Südkaper), auftauchen, ganz in Küstennähe nur etwa 300m von uns entfernt.
Sie bleiben lange an der Oberfläche was typisch für sie ist und sie deshalb zur  begehrtesten Beute für den Mensch machte, als der kommerzielle Walfang noch stattgefunden hat.

Weltweit zählt man heute bis zu 7’000 Exemplare doch ihr nördlicher Verwandter, der Northern Right Whale (Pazifischer und Atlantischer Nordkaper), gilt als beinahe ausgestorben weil er immer noch gejagt wird.

Aufgrund ihrer Neugier und weil sie sich meistens direkt an der Oberfläche befinden hat man diese Wale so stark gejagt, dass es lange gedauert hat, bis sich die Bestände ein wenig erholt haben, seit 1935 stehen sie offiziell unter Schutz.

Hier sind sie also die Südkaper, etwas grösser als der Buckelwal und gewaltig, stossen sie die Luft durch die Atemlöcher aus und man kann es bis hierher hören.
Zwei weitere Wale tauchen auf davon ein riesiger Bulle, er reisst sein Maul auf und wir können sogar die Barten sehen.
Zweimal springt er aus dem Wasser und lässt sich mit einem lauten Knall wieder ins Wasser fallen, während das eine Weibchen mit der Schwanzflosse schlägt, um auf sich aufmerksam zu machen, ein atemberaubendes Naturschauspiel, dass uns beide sehr bewegt.

Es ist so ein Privileg diese Tiere zu beobachten und ich freue mich so, dass es auch noch ein paar davon gibt und sie noch nicht ausgestorben sind.
Auch Tobi ist begeistert, ich habe ihm die Walde wohl ein bisschen näher gebracht.
Wir bleiben noch eine Weile stehen und beobachten dann wie sie davonziehen, doch diesmal bin ich nicht traurig sondern glücklich und dankbar, dass ich sie doch nochmal gesehen habe.

Auf dem Rückweg zum Auto sehen wir sogar noch zwei Delfine die blitzschnell durch die hohen Wellen schwimmen, doch so schnell wie sie aufgetaucht sind, verschwinden sie auch wieder.

Mit dem Auto machen wir noch kurz Halt bei einer alten Telegraphen Station, welche vor langer noch in Betrieb gewesen ist.
Leider finden wir weder Daten noch Fakten darüber, weshalb ich hier nun nicht gerade viel darüber erzählen kann, ausser dass das Gebäude echt cool ist und wir es auch von innen besichtigen konnten.

Anschliessend machen wir uns auf den Weg zum Gora Track der uns hoch zum Balladonia Track und von dort aus zur Balladonia Road bringt, welche uns auf den Highway durch den Nullarbor führt.

Die Piste ist nicht schlecht in Schuss und wir haben Glück dass die Tracks überhaupt offen sind nach all dem Regen.
Schlammig und rutschig wie auf Glatteis schlittern wir doch hie und da ziemlich im Zeug herum, aber immer mit einem Grinsen im Gesicht.

Die Landschaft verändert sich immer wieder und wir sehen Emus und Kängurus, irgendeine komische Art Laufvogel und eine Bobtail Echse, sowie einen kleinen Waran.
Leider sind diese Kerle immer so schnell dass man keine Chance hat, sie zu fotografieren.

So folgen wir der Piste für insgesamt über 80Km und holpern über Stock und Stein, treffen unterwegs auf den Herrn vom Vorabend uns einem Kumpel, plaudern kurz und essen dann irgendwo im Busch zu Mittag.

Wieder einmal Abenteuer pur, abgelegen vom Rest der Zivilisation und in absoluter Wildnis suchen wir uns gegen den frühen Abend einen friedlichen Platz zum Übernachten und werden zwischen ein paar Bäumen fündig.

Dort richten wir uns ein, verbringen einen gemütlichen Abend und gehen früh zu Bett.

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