25.09.2018. Offroad Abenteuer

Wir sind alle ziemlich verkatert am nächsten Morgen, doch Kaffee, Kopfschmerztabletten und frisches Brot mit Marmelade, lassen uns wieder ein wenig lebendiger fühlen.

Wir haben uns für eine Strecke quer durch den Wald entschieden, die Route sollte uns eigentlich wieder zur Hauptstrasse hoch führen, wir haben sie auf maps.me entdeckt.
Anfangs ist der Sand zwar tief doch wir kommen gut voran, an einem Punkt werden wir dann aber doch gezwungen die Luft aus den Reifen zu lassen, doch auch dann ist noch alles gut.

Wir besichtigen unterwegs den Twin Karri Point, eine wunderschöne Klippe direkt über dem Meer.
Die Wellen brechen mit voller Kraft auf die Felsen, die Blumen blühen und die gewaltige Energie des Ozeans ist auch hier spürbar.
Wir bleiben eine Weile da, geniessen die schöne Aussicht und machen uns dann wieder auf den Weg.

Weiter geht’s über hohe Sanddünen, der Boden ist tief und unsere Fahrzeuge müssen ziemlich arbeiten.
Irgendwann jedoch wird der Weg immer enger und man merkt schnell, dass hier schon lange keiner mehr durchgefahren ist.

Trotzdem gehen wir weiter, fahren an einem grossen See vorbei doch der Boden sit so sumpfig dass da vor längerer Zeit Bretter ausgelegt werden mussten.
Kein Problem für uns, wir fahren einfach durch, doch dann machen uns die Überschwemmungen der letzten Regengüsse das Leben schwer.

Ein Floodway nach dem anderen, der eine so tief dass uns das Wasser bis zur Motorhaube reicht, dank Schnorchel für uns immer noch kein Problem, doch für Steffen und Julius die keinen Schnorchel haben, ein unmöglicher Weg.
Wir müssen umkehren und den ganzen Weg wieder zurück, geben aber nicht so schnell auf.

Wir studieren die Karte, finden einen anderen Weg und fahren wieder los.
Wir fahren auf einem schönen Waldweg doch die Strecke ist kurz, ein Baumstamm mit vielen Ästen versperrt uns den Weg.
Mit Axt und Machete machen wir uns an die Arbeit, zuerst hacken wir die vielen Äste ab um den Baumstamm freizulegen, denn wir anschliessend mit unserer Seilwinde zur Seite ziehen.
Wieder ist unser Göppi einfach nur der Oberhammer und meistert alles mit Links.

Als die Strasse frei ist können wir weiter, doch ein paar hundert Meter weiter vorne müssen wir wieder improvisieren.
Die beiden Baumstämme sind so mit Kletterpflanzen zugewuchert dass man sie nicht mal mit dem Baumgurt befestigen und rausziehen kann, deshalb hacken wir nur die kleineren Äste ab und fahren dann vorsichtig über die Baumstämme drüber.

Risiken bestehen dabei kaum, das dichte Gestrüpp ist weich wie eine Matte und die ranken haben keine Äste die unsere Reifen beschädigen könnten.
Als wir auch dieses Hindernis hinter uns gebracht haben, geht’s weiter und immer wieder müssen wir anhalten und Äste und Baumstämme aus dem Weg räumen.
Den Kater vom Vortag haben wir dabei komplett vergessen, denn alle arbeiten konzentriert und als gutes Team zusammen.

Ein Stück weiter vorne versperrt uns ein Schlammloch den Weg, dahinter aber auch noch eine grosse Überflutung die wir unmöglich durchfahren können.
Wieder muss ein Plan B her denn nach der ganzen Rackerei wollen wir ganz sicher nicht aufgeben.

Wir studieren wieder die Karte und finden eine Alternative die uns zwar nicht zur Hauptstrasse zurückbringt, jedoch zum Übernachtungsplatz vom Vortag.
Tobi lotst mich durch das tiefe Schlammloch welches ich mit Differenzialsperre fahre, denn jetzt noch stecken zu bleiben hätte mich dann doch etwas angeschissen.

Ich komme gut durch und auch Julius hat keine Probleme mit dem Auto, doch der nächste tiefsandige Steilhang macht uns dann doch ein bisschen zu schaffen, wir brauchen zwei Anläufe um hochzukommen.
Danach ist der Weg absolut problemlos und wir kommen eine Stunde später wieder beim Camp an.

Wir sind müde und erledigt, Julius und ich erst recht, denn wir sind beide die ganze Strecke gefahren.
Ich koche uns einen Topf Spaghetti Napolitana, Fleisch haben wir keins mehr, jedoch macht Steffen uns noch eine riesige Schüssel Salat mit Feta Käse, normalem Käse, Avocado, Karotten, Gurke und gedörrten Tomaten dazu.
Wir hauen ordentlich rein denn ausser dem Frühstück haben wir den ganzen Tag nichts gegessen, es bleibt nichts übrig.

Nach dem Abwasch sortiere ich noch die Bilder auf dem PC, danach bin ich einfach nur noch müde und will ins Bett.
Inzwischen hat es mächtig abgekühlt und ich stelle die Standheizung ein, putze mir die Zähne und krieche in meinen dicken kuscheligen Schlafsack.
Auch Tobi lässt nicht lange auf sich warten, er ist ebenfalls völlig erledigt.

Um acht Uhr ist Feierabend, von niemandem mehr was zu hören, auch Julius und Steffen haben sich ins Auto zurückgezogen und sind schlafen gegangen.

 

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