02.08.2018. Auf dem Weg nach Tom Price

Es windet und stürmt die ganze Nacht und unser Auto wird vom Wind regelrecht geschüttelt.
Um den Luftwiederstand an unseren Zeltstoffwänden zu verringern, öffnen wir auf beiden Seiten ein grösseres Stück, damit der Wind durchziehen kann.
Der Nachteil davon, es ist so verdammt kalt dass ich mit Wollkappe und Halstuch schlafe weil uns der Wind um die Ohren zieht.

Auch am Morgen windet es noch wie verrückt und wir sind beide todmüde weil wir fast die ganze Nacht nicht geschlafen haben.
Wir frühstücken im Auto und kochen uns eine Portion extrastarken Kaffee um die Müdigkeit zu vertreiben.

Nach dem Frühstück frieren mir beim Abwaschen fast die Finger ab und ich bin froh dass wir nach dem zusammenräumen die Heizung anstellen können.
Wir verabschieden uns noch von Alessandra und Ariana und machen uns auf den Weg nach Tom Price.

Da es immer noch sehr kalt und windig ist wollen wir uns so wenig wie möglich im Freien aufhalten und beschliessen deshalb, einen Umweg zu fahren, über eine Aboriginal Community.

Wir fahren an wunderschönen und für Australiens Verhältnisse sehr hohen Berge vorbei, die Ranges sind unglaublich!
Lange Bergrücken mit Canyons, die Felsen rot mit goldenem Spinifexgras bewachsen und grünen Büschen.
Es ist keine einzige Wolke am Himmel aber trotzdem vermag uns die Sonne einfach nicht richtig zu wärmen.

Wir wollen uns unterwegs noch irgendwas anschauen was Tobi auf dem Map gesehen hat, aber leider ist der Weg dahin gesperrt und wir müssen wieder umkehren.

In Carburdoo angekommen, kaufen wir im IGA kurz ein und fahren dann weiter Richtung Tom Price.
Der Rest der Strecke führt uns über eine Gravelroad in einem top Zustand und wieder werden wir mit einem traumhaften Ausblick auf die Ranges ringsum belohnt.

In Tom Price angekommen gehen wir zuerst zum Camping um uns einen Platz zu sichern, ehe wir ins Town Center fahren um dort richtig Einzukaufen.
Zurück auf dem Camping räumen wir alles ein und bleiben dann im Auto, draussen ist es einfach zu kalt und zu windig.

Ich schreibe Beiträge und Tobi recherchiert in der Zwischenzeit ein bisschen im Netz und so geht der Nachmittag schnell vorbei und neigt sich langsam dem Abend zu.

Nach einer Dusche die nicht so heiss gewesen ist wie wir uns das erhofft haben, kehren wir zurück ins Auto und ich mache mich ans Kochen.
Den Gasgrill stellen wir auf unsere Kleiderkiste denn nur so habe ich im hinteren Teil des Fahrzeuges Platz um Gemüse zu schnippeln und zu kochen.
Penne Bolognese alla Arrabiata und dazu ein bisschen Wein, man kann es auch so gemütlich haben.

Nach dem Essen gehen wir zur Campkitchen um abzuwaschen, wir sind beide froh dass der Wind in der Zwischenzeit etwas nachgelassen hat.

Danach lassen wir den Abend gemütlich ausklingen, chillen im warmen Auto und gehen früh zu Bett, es gibt ein bisschen Schlaf nachzuholen.

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