29.06.2018. Bungle Bungles Nationalpark

Liebe Leserinnen und Leser
Nach drei Wochen haben wir endlich wieder Internet, Juhuui!!
Nach und nach versuche ich nun alle Blogbeiträge hochzuladen, viel Spass beim Lesen 🙂

Am folgenden Morgen verabschieden wir uns nach ein paar Fotos von Dadi und Günther, sie werden in Richtung Broome weiterfahren, wir fahren in die andere Richtung.
Da sie nach Broome in den Norden und anschliessend in den Osten fahren werden, werden wir sie vermutlich leider nicht mehr treffen, was sehr schade ist.
Wir wären gerne noch ein paar Tage mit ihnen unterwegs gewesen.
Auch Hubert und seine Freundin verabschieden sich von uns, sie werden weiter Richtung Westen reisen.
So steigen wir also in unseren Göppel und fahren winkend vom Platz, direkt auf den Highway.
Beim Abzweiger zum Bungle Bungles Nationalpark biegen wir rechts ab und fahren auf einer Schotterpiste weiter, ein absolutes Rallye-Vergnügen.
Der Untergrund ein Mix aus Sand und Kies, die Strasse so gut wie nur aus Kurven bestehend, gebe ich mal ein bisschen Gas und geniesse den Spass beim Fahren.
So dauert es schlussendlich nur eineinhalb Stunden bis wir beim Visitor Center ankommen und dort endlich einen Parkpass kaufen können, der für ganz Western Australia gültig ist, inkl. Bungle Bungles. Kostenpunkt: 118AUD.
Danach passieren wir den Eingang und fahren als erstes zur Cathedral Gorge, wo wir auf dem Parkplatz parkieren und unseren Rucksack mit genügend Wasser und Snacks ausstatten.
Danach laufen wir los, zwischen wunderschönen kleinen Bergen hindurch deren rot schwarz gestreiften Felsen einfach nur atemberaubend aussehen.
Diese Felsformationen gibt es eigentlich nur hier, weshalb kann man sich aber nicht wirklich erklären.
So folgen wir dem Wanderpfad ein paar Kilometer und finden die Cathedral Gorge vor die aus hohen Felswänden besteht, deren Ende tatsächlich ein bisschen an ein Kirchenschiff erinnert.
Leider ist der Stand der Sonne nicht gerade optimal, weshalb wir voll im Schatten sind, trotzdem ist es der Anblick allemal wert.
Anschliessend gehen wir zu einem Lookout der auf unserem Weg liegt und haben von da aus einen tollen Überblick auf die Landschaft ringsum.
Dort legen wir auch eine kleine Pause ein um zu trinken.
Da ausser uns niemand da ist, ist es herrlich still und der Schatten bringt uns zusammen mit der leichten Brise die immer geht, angenehme Abkühlung.
Wieder auf dem Rückweg sehen wir uns noch die Dome Felsen an, die jedoch habe ich jetzt nicht besonders spektakulär gefunden.
Auf dem Rückweg zum Auto hören wir im hohen Gras ein Rascheln und erinnern uns daran dass man hier die sogenannte australische Kragenechse sichten kann.
So bleiben wir also stehen und starren auf die Grashalme die sich ständig wegen eines Tieres bewegen und nachdem es langsam spannend wird, sind es dann am Ende doch nur zwei Tauben die sich durch die Halme geschlichen haben.
Wir lachen nur und gehen weiter, kommen nach drei Stunden Fussmarsch bei unserem Auto an und fahren in das nördliche Camp, wo wir übernachten werden.
Dort angekommen richten wir uns ein und sind ziemlich hungrig, weshalb wir ein bisschen Erbsensalat mit Brot und Tomatenpesto.
Danach mache ich mich an die Arbeit um Beiträge zu schreiben, ich hinke wieder einmal ein wenig hinterher.
Während ich schreibe und Tobi den Abwasch übernimmt fährt neben uns ein Landcruiser mit Offroadtrailer neben uns ran und zwei Personen Ende vierzig steigen aus und kommen zu uns.
Als der Mann sich mit einem «Hi my name is Shane and this is Helen», vorstellt, fällt bei mir sofort der Groschen.
Mit den beiden habe ich vor ein paar Wochen Kontakt via Facebook gehabt, wir werden mit ihnen zusammen die Canning Stock Route fahren, weil es mit zwei Fahrzeugen einfach viel sicherer ist.
Was für ein genialer Zufall, haben wir uns doch ursprünglich auf den ersten Juli mit ihnen in Halls Creek verabredet.
So lernen wir die beiden also schon früher kennen und nachdem ich die Beiträge nachgeholt habe, setzen wir uns sofort zu ihnen rüber und unterhalten uns.
Wir haben bei Shane und Helen ein gutes Gefühl und sind gespannt wie es auf der Canning Stock Route laufen wird, wir finden sie aber auf Anhieb absolut sympathisch.
Da wir relativ spät zu Mittag gegessen haben sind wir überhaupt nicht mehr hungrig deshalb lassen wir das Abendessen ausfallen und gehen um acht Uhr ins Bett, weil es a) scheisse kalt ist und wir wieder die Standheizung laufen lassen müssen und b), wir todmüde sind, wir haben in den letzten Nächten nicht so gut schlafen können.
So wünschen wir Helen und Shane also eine gute Nacht und verkriechen uns in unser Klappdach.

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