19.06.2018. Ende der Gibb River Road

Ein sehr kühler Wind bläst uns ins Gesicht als wir aufstehen und ich muss mir einen Pullover überziehen, es ist wirklich richtig kalt.
Der heisse Kaffee wärmt aber immerhin ein bisschen unsere Hände und nachdem wir gefrühstückt haben, gehen wir hinunter zum Fluss in der Hoffnung, ein paar Krokodile zu sehen.
Leider haben sie sich aber dazu entschlossen, sich an einer anderen Stelle zu sonnen, deshalb haben wir heute kein Glück.

Wir gehen zurück zum Auto und machen unser Zeug fertig, steigen ein und machen uns auf den Weg nach Derby, dem nächstliegenden Ort.
Die Strasse hat noch wenig Touristenverkehr und wir nutzen den Moment um noch ein bisschen Feuerholz für unser Abendessen zu sammeln, schliesslich haben wir noch ein Steak im Kühlschrank, welches wir uns teilen werden.

Danach folgen wir der Gibb River Road zum letzten Mal und nach ein bisschen mehr als 100Km halten wir nochmals an und besuchen eine Aboriginal Community.
In der Community hat man die Möglichkeit selbstgemalte Bilder zu kaufen und auch einen Einblick in die Kultur, ihre Gottheiten und ihre Lebensart zu erhalten, es ist sehr interessant.

Leider dürfen wir keine Fotos machen, es ist dort strengstens untersagt.
Nach dem Besuch der Aboriginal Community verlassen wir die Gibb River Road  und biegen nach Derby ab.

Derby ist nicht einmal halb so gross wie der Name klingt, jedoch gibt es einen Woolworth, Internet und Kaffee, deshalb machen wir zuerst einen Stopp in einem kleinen Bistro, wo wir uns einen Kaffee gönnen, sowie einen kleinen Snack zu Mittag.

Anschliessend folgt der Einkauf bei Woolworth, wo wir uns mit ein paar Kleinigkeiten eindecken, bevor wir Derby heute wieder verlassen.
Als wir später wieder auf dem Highway unterwegs sind, ist es schon früher Nachmittag und wir entscheiden uns, einen Schlafplatz zu suchen.

Mit der WikiCamp App alles kein Problem, trotzdem sind wir etwas misstrauisch als wir ganze 20Km in den Busch hinaus fahren wo der Weg immer enger und enger wird, dazu auch noch immer sandiger, doch für unseren Göppi wie immer kein Problem.

Am Schlafplatz angekommen, finden wir uns sozusagen auf einer Kuhweide wieder, ca. 200 Rinder weiden am Ufer des kleinen Golfs, der das Meerwasser speist.
Wir suchen uns einen guten Platz fern genug vom Wasser um nicht von einem Saltie angegriffen zu werden, wir wollen da gar kein Risiko eingehen.

Wir richten uns ein und während Tobi das Feuer in unserer halbierten Gasflasche vorbereitet, hacke ich fleissig Champignons, Zwiebeln und Knoblauch um ein Rotwein-Risotto zuzubereiten.
Das Steak auf dem Grill wird absolut perfekt und so essen wir gemütlich zu Abend, räumen anschliessend alles auf und setzen uns an unser gemütliches Lagerfeuer.

Die Kühe treiben uns aber doch den halben Abend in den Wahnsinn weil sie ständig hin und her rennen, irgendwas hat sie nervös und unruhig gemacht.
Irgendwann sind wir dank den Viechern so paranoid dass wir mit der Taschenlampe sogar unter unser Fahrzeug leuchten um zu kontrollieren, ob sich nicht doch ein Krokodil angeschlichen hat.

Das ständige laute Platschen im Wasser macht die Sache auch nicht gerade besser und so verbrennen wir noch unsere letzten Holzscheite und gehen anschliessend ins Bett, dort wo wir uns schon immer am sichersten gefühlt haben, auf gut 2m Höhe. 😀

 

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