02.06.2018. Besuch am Wasserfall und erstes richtiges Grillen mit unserer selbstgemachten Feuerschale

Ich glaube es ist die bisher kälteste Nacht die wir hier in Australien verbracht haben, ich erwache nämlich frierend und mit eiskalten Beinen und Füssen, der australische Winter ist definitiv angebrochen.
Der klare Himmel wird seinen übrigen Beitrag dazu geleistet haben, jedoch ist er dafür atemberaubend schön.

Als wir am Morgen aufstehen, wärmen gerade die ersten Sonnenstrahlen unseren Rücken und ausnahmsweise sind wir froh darum.
Während Tobi duscht, bereite ich unser Müsli vor und koche Kaffee, ehe wir uns damit in den Schatten unserer Sonnenstore setzen.

Während wir essen, beobachten wir die anderen Platzbewohner die schon eifrig am Zusammenräumen sind, alle sind schon früh auf Zack.
Auch wir machen uns nach dem Frühstück an die Arbeit, waschen unser Geschirr ab, putzen den Boden des Fahrzeuges raus und verstauen unsere Utensilien in den Kisten.

Diesmal sind wir um einiges früher dran und unser Moskitoschutz ist bisher ein voller Erfolg, wir haben keinen unerwünschten Besuch mehr erhalten.
Wir machen uns also auf den Weg durch den Nationalpark und fahren zum Gunlom Waterfall, welcher nur über eine sandige Piste erreichbar ist.

Auf diese Gelegenheit haben wir lange gewartet, weil alle 4WD Tracks immer noch geschlossen, entsprechend begeistert holpern wir Offroad durch den australischen Busch und erfreuen uns an der tollen Landschaft.

Um ein Haar hätte ich beinahe noch eine Schlange erwischt die sich mitten auf der Piste gesonnt hat, glücklicherweise sind wir uns aber rechtzeitig ausgewichen wobei ihr Schreck vermutlich grösser gewesen ist, als meiner.
Am Ende der Piste kommen wir auf einem Parkplatz an und parkieren dort unser Fahrzeug.

Als ich gerade unseren Rucksack am Packen bin, spricht uns ein Australier auf unsere Kleber an und ist  hell begeistert von unserer Reise, so wie auch seine beiden Kollegen.

Wir kommen ins Gespräch und unterhalten uns lange, als sich gleichzeitig noch eine Gruppe von Nepalis und Burmesen zu uns gesellt und stolz neben ihren jeweiligen Landesflaggen posieren, um ein Foto zu machen.
Danach verabschieden sie sich mit einem Danke wieder von uns und picknicken auf der Wiese.

Wir machen uns indessen zusammen mit den anderen auf den Weg zum Wasserfall der kurz aber schön ist und den Blick auf ein wunderschönes Waterhole freigibt, wie man hier zu sagen pflegt.
Ein natürlicher See der von einem Wasserfall gespeist wird, das Wasser hat einen grünblauen Farbton und ist sehr klar.

Man darf zwar darin baden, jedoch wimmelt es auch hier von Krokodilen, weshalb Tobi und ich dankend verzichten, wir wollen beide nicht als Mahlzeit enden.
Nach ein paar Bildern und munterem Geplauder verabschieden wir uns von den anderen Australiern und machen uns mit dem Auto auf den Rückweg zum Highway, über den wir den Kakadu Nationalpark verlassen und Richtung Litchfield Nationalpark fahren.

Unterwegs besorgen wir uns noch Feuerholz, damit wir heute Abend unsere Steaks braten können und als wir einen schönen Platz zum Übernachten gefunden haben, machen wir uns sofort an die Arbeit.

Während Tobi das Holz für das Feuer schichtet, schäle ich Karotten und Kartoffeln und brate diese zusammen mit einer Zwiebel in einer Pfanne.
Inzwischen schmeisst Tobi das Fleisch auf den Grill und als er es auf die Teller legt, sind sie absolut perfekt.
Die Freude ist gross, das Vergnügen beim Essen noch grösser und wir sind beide total zufrieden.

Nach dem Abwasch mache ich mich sofort an die Beiträge und indem wir ein paar Blätter aufs Feuer schmeissen, lassen uns die Moskitos schön in Ruhe und wir haben ein bisschen Licht.

Somit verbringen wir einen weiteren Abend in der wunderschönen Natur Australiens und können es eigentlich immer noch nicht glauben, dass wir schon so weit gekommen sind.

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