03.06.2018 Litchfield Nationalpark

Wieder ist es eine kühle Nacht, der Sternenhimmel klar und das Rauschen des Bachs ein friedliches Nebengeräusch.
Als am frühen Morgen die Sonne aufgeht, setzen wir uns mit einer Müslischüssel auf unsere Stühle und lauschen dem Gezwitscher der Vögel.

Nach dem Frühstück räumen wir alles zusammen und machen uns dann zu Fuss auf den Weg zu den Robinfalls, welche nicht weit von uns entfernt sind.
Noch halb verpennt klettern wir über die spitzigen Steine und folgen dem Lauf des Bachs bis zu seinem Ursprungsort, wo er als kleiner Wasserfall über die Felsen hinunterschiesst.

Ausser uns sind nur ein paar Kids da, die im Naturpool der sich unterhalb des Wasserfalls gebildet hat, baden wollen, ansonsten sind wir komplett alleine.
Wir bleiben eine Weile hier und betrachten die wunderschöne Natur, das einfallende Sonnenlicht und das laute Rauschen des eiskalten Wassers.
Auf dem Rückweg entdecken wir im Bach sogar noch ein paar Fische, das Wasser ist glasklar.

Da das Wasser wie gesagt sehr kühl ist, befinden sich darin auch keine Krokodile, diese bevorzugen nämlich wärmere Gewässer, weil sie sich sonst als Kaltblüter nur sehr langsam fortbewegen können.

Zurück beim Auto machen wir uns auf den Weg in den Litchfield Nationalpark, wobei wir in Adelaide River und Batchelor einen kurzen Halt einlegen.
Im einen Ort haben wir für einen kurzen Moment Internet um ein paar Recherchen anzustellen, in Batchelor kaufen wir ein paar Lebensmittel ein, um zu Mittag je ein Sandwich zu machen.
Danach fahren wir weiter und passieren bald darauf das Schild mit dem Namen Litchfield Nationalpark, wo wir die Lost City aufsuchen wollen, eine alte Goldgräberstadt.

Leider ist der 4WD Track dorthin ebenfalls geschlossen, wieder sind wir frustriert.
Jedoch lassen wir uns deshalb den Tag nicht verderben, wir fahren zum Tolmerfall, ein weiterer Wasserfall.

Auf dem Parkplatz werden wir sofort von einem Deutschen namens Mario angesprochen der schon sehr viel in der gesamten Welt herumgereist ist, über 50 Länder besucht hat und immer noch komplett begeistert ist.
Er arbeitet und lebt hier in Australien, in Deutschland selbst ist er nur selten und sobald er ein bisschen Geld auf der Seite hat, zieht es ihn auf neue spannende Abenteuer.

So kommen wir also ins Gespräch und machen uns zu dritt auf den Weg zum Wasserfall, wo wir einem Rundgang folgen, der uns den Blick auf wunderschöne Felsen und Natur freigibt.

Der Wasserfall selbst hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn man ihn nur von oben betrachten kann, was ein bisschen schade ist.
Zurück beim Fahrzeug verabschieden wir uns von Mario, der uns auf dem ganzen Weg mit spannenden Geschichten versorgt hat und wünschen ihm alles Gute auf der Jagd, nach weiteren Abenteuern.

Tobi und ich machen uns anschliessend auf den Weg um einen guten Platz zum Übernachten zu finden, wir einigen uns auf einen unmanaged Campground bei den Wangi Wangi Falls, Kostenpunkt 6.60AUD.

Dort richten wir uns ein und während ich draussen amTisch sitze, bemerke ich ein kleines Wallabyweibchen, welches ganz in der Nähe von uns am Fressen ist.
Während ich mich mit der Kamera heranpirsche was dank dem laubbelegten Boden gar nicht so einfach ist, sehe ich ihr Kleines aus dem Beutel rausgucken.

Es ist so süss, da schmilzt auch den härtesten Leuten das Herz, winzig klein und neugierig auf die grosse Welt, welche das Kleine noch erwartet.
Ich mache ein paar Bilder, lasse die Mama mit ihrem Kleinen aber dann in Frieden weiterfuttern.

Als ich mich wieder setze und anfange zu schreiben, fliegt in der Nähe von uns ein Kokaburra auf einen Baum, jedoch ist unser Objektiv leider zu wenig stark, um ihn perfekt zu fotografieren.

So geniessen wir hier die wundervolle Tierwelt und die friedvolle Stimmung, lassen uns von den lästigen Fliegen ärgern, werden heute Abend wieder Krieg mit den Moskitos führen, aber trotzdem sind wir mit der Gesamtsituation rundum zufrieden.

Den Abend lassen wir bei einem heimeligen Lagerfeuer ausklingen. 🙂

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