03.04.2018. Ankunft in Dili

Zu viert trinken wir am frühen Morgen einen Kaffee und betrachten die Sonne, die hinter den Bergen aufgeht und die Bucht in sanftes Licht taucht.
Trotz der frühen Stunde ist es schon ziemlich heiss und nachdem alles zusammengeräumt ist und ich Clément einen neuen Verband verpasst habe, sind wir schon total nassgeschwitzt.

Wir steigen ein und fahren nach Dili, die Hauptstadt von Timor-Leste, wo wir als erstes unser Fahrzeug vor einem grossen Einkaufszentrum abstellen.
Nach dem Kauf einer Sim Karte gehen wir zum Food Court wo wir einen ordentlichen Teller voll Essen verputzen, eine Portion kostet uns 3.50USD, die Standardwährung in Timor-Leste.

Danach machen wir uns auf die Suche nach dem Chong Ti Hotel, von dem wir weder eine richtige Adresse, noch eine Hausnummer oder sonst etwas haben, auch auf Google Maps ist es nicht auffindbar.
Immerhin haben wir aber den Strassennamen und da Dili ziemlich übersichtlich ist, finden wir es relativ einfach.

Heinze hat uns den Tipp mit dem Chong Ti Hotel gegeben, weil es hier sehr viel Platz hat um unsere Karre für Australien raus zu putzen und es einigermassen finanzierbar ist, vor allem für eine solch teure Stadt wie Dili.
Mister Liu der Besitzer spricht kein einziges Wort Englisch, darum rufe ich Heinze an und lasse ihn mit ihm alles besprechen, er spricht schliesslich fliessend chinesisch.

Schlussendlich können wir hier für drei Wochen ein Zimmer reservieren, wofür wir in der Nacht 20USD bezahlen, worüber wir sehr froh sind.
Nun müssen wir uns von Clément und Raphael verabschieden, die beiden wollen heute noch ein paar Sachen organisieren und Tobi und ich ebenfalls, weshalb wir ihnen eine gute Reise wünschen und hoffen, sie eventuell in Australien wieder zu treffen.

Als erstes müssen wir in eine Toyota Garage fahren um dort unseren Reifen kontrollieren zu lassen, der wieder einmal auf unerklärliche Weise Luft verliert.
Das Problem ist nach der Ankunft in der Garage schnell gefunden, schon wieder steckt eine Schraube in unserem Pneu, im selben wie immer. Wir können es nicht glauben!

Leider haben sie in der Garage keine richtigen Patchs weshalb wir beschliessen, in eine andere Garage zu fahren.
Dort angekommen haben die aber auch keine Patchs, also müssen wir halt mit dem normalen Wollwürmchen vorlieb nehmen, wofür wir zusammen mit der Arbeit 5USD bezahlen.

Bei einem Gemüsemarkt angekommen, kaufen wir noch ordentlich ein weil wir bis zum neunten April noch ein bisschen herumreisen wollen und machen uns dann auf den Weg zu einem Übernachtungsplatz, denn wir schon auf maps.me eingezeichnet haben.

Wir folgen einer holprigen Piste die uns dicht am Meer entlang führt und uns einen atemberaubenden Blick auf die Küste beschert, bis wir an einen schneeweissen Korallenstrand gelangen, wo kristallklare Wellen brechen. Perfekt!

Wir schlagen unser Lager auf, ich mache uns einen Salat zum Abendessen und gemeinsam geniessen wir einen wunderschönen und friedlichen Abend.

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