15.03.2018. Wir verlassen Lombok und fahren mit der Fähre nach Sumbawa

Ich habe keine Ahnung weshalb Hunde die ganze Nacht lang bellen müssen und das am liebsten direkt vor unserem Auto.
Ich mache die halbe Nacht kein Auge zu und stehe müde und unausgeruht auf.
Die Sonne kriecht gerade hinter den Wolken hervor und Tobi ist auch schon wach.
Wir kochen Kaffee und Porridge und räumen anschliessend alles zusammen, bevor wir uns auf den Weg zum Vulkan Rinjani machen, der immer noch aktiv ist.

Dabei fahren wir zuerst die ganze Schotterpiste zurück zur Hauptstrasse wobei wir kurz anhalten um einem kleinen Jungen und seiner Schwester eine Packung Instant Schokoladenmilch zu schenken, die hier sehr beliebt ist.

Die beiden strahlen über das ganze Gesicht und bedanken sich laut mit Terima Kashi, während sie uns lachend hinterherwinken.
Auf der Hauptstrasse angekommen, fahren wir durch verschiedene Dörfer, ehe MapsMe uns auf eine sehr raue Offroadpiste lenkt.

Da wo wir jetzt durchfahren sind die Leute richtig arm, sie leben in kleinen Hütten welche mit Bambus geflochten worden sind und haben wirklich gar nichts ausser ein paar Kühen, Hühner und ihren Reisfeldern.

Die Strassen sind komplett kaputt, zum Teil nicht mal befestigt, weisen tiefe und schlammige Wasserlöcher auf und sind manchmal fast nicht befahrbar.
Die Einwohner der kleinen Dörfer starren uns an als kämen wir von einem anderen Planeten, so ein Auto wie unseres haben sie bestimmt noch nie gesehen.-

Die einen brüllen uns auf Sazac etwas hinterher, doch wir verstehen kein Wort und winken, einfach, mehr kann man auch nicht machen.

Irgendwann sind wir wieder auf der Hauptstrasse angekommen, wo wir nun besser vorankommen und die Küste hinter uns lassen, um zum Vulkan hochzufahren.
Das Wetter ändert sich und es fängt in Strömen an zu regnen, vom Vulkan sehen wir so gut wie nichts aber immerhin ist unser Fahrzeug wieder sauber.

Bei einem Warung machen wir halten und essen einen Teller Nasi Goreng Ayam, bevor wir auf der anderen Seite des Berges wieder hinunter an die Küste fahren.
Die Ostküste Lomboks ist absolut untouristisch, es gibt überhaupt nichts zu sehen, auch die Strände sind komplett leer und unberührt.
Wir fahren daran vorbei Richtung Kayangan, wo wir die Fähre nach Sumbawa nehmen.

Die Fahrt über das Meer verläuft ruhig und nur anderthalb Stunden später, kommen wir am Hafen von Sumbawa an.
Wir verlassen die Fähre und werden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt, der den Vulkan auf Lombok in rotes Licht taucht.

Die Inseln liegen so nahe beieinander, dass wir wunderbar auf Lombok hinüberblicken können, wo die Sonne langsam hinter dem Rinjani verschwindet.
Es wird langsam dunkel und es liegen noch ca. 60Km Fahrt vor uns, was im Dunkeln auf dieser Strasse echt nicht ungefährlich ist, da sehr viele Verkehrsteilnehmer noch unberechenbarer scheinen, es von Hunden nur so wimmelt und es viele Menschen hat, die zu Fuss und ohne Licht auf der Strasse unterwegs sind.

Bald aber erreichen wir das Dream Time Hostel welches wir zum Übernachten ausgesucht haben, weil wir nicht mitten in der Nacht noch einen Schlafplatz irgendwo in der Pampa suchen wollen.

Wir checken ein und gehen kurz etwas essen, hüpfen unter die Dusche und gehen bald darauf ins Bett.

Ein Kommentar

  1. Sehr interessante Gegend und schöne Photo.Passt auf auf euch 2 und gute Weiterreise. Wir haben jetzt Schnee
    Alles gute wünschen Walti u Katharina

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