14.03.2018. Abseits der Touristenpfade

Der Blick aufs Meer am frühen Morgen ist wie immer ein wunderschöner Anblick, an dem ich mich nie sattsehen kann.
Allgemein finde ich, dass der Morgen die schönste Zeit des Tages ist, weil es noch ruhig und angenehm kühl ist.

Wir setzen uns in das kleine Restaurant des Guesthouses und bestellen Bananen Pancakes und frischgepressten Saft, beobachten die Wellen und bestaunen die wunderschöne Bucht.
Nach dem Essen fahren wir los und lassen die Touristenpfade hinter uns, wir wollen das wahre Lombok erleben.
Ausserhalb der Dörfer wo das Hinterland anfängt, herrschen zum Teil noch fast mittelalterliche Zustände.

Unterstände mit Kühen, Herden von Wasserbüffeln, Hühnern und Ziegen, Baustellen mit Bambusstangen als Gerüst, alte Holzhütten mit Palmenblätter als Dach, Reis und -Maisfelder und vom Wetter gegerbte Gesichter die uns neugierig nachblicken.

Das Leben auf dem Land ist anders, es kommen einem keine Touristen entgegen, stattdessen nur einen Haufen Motorräder, es ist hier das Hauptverkehrsmittel.
Da die Reisernte gerade stattgefunden hat, liegen am Strassenrand überall blaue Plastikplanen wo die Frauen mit blossen Füssen den Reis umkehren, um ihn an der Sonne zu trocknen.

Dasselbe gilt auch für den Mais, den auch für ihn herrscht jetzt Erntezeit und alle sind damit beschäftigt, die Maiskörner von den Kolben zu schälen.
Die Leute hier sind ärmer als auf Bali, Lombok hat im Vergleich zur Nachbarsinsel nur wenig Tourismus.

Das Hinterland ist unberührt und wunderschön, Palmen, Reisfelder und Mais wechselt sich ab, manchmal auch Gemüse.
Als die Strasse sich in eine Schotterpiste umwandelt, fahren wir durch einen Nationalpark runter zum Pink Beach den man dank seines rosafarbenen Sandes so nennt.

Der Eintrittspreis von 100’000IND ist schon fast wucher, den als wir unten am Strand ankommen, ist er komplett mit Plastik übersät.
Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sehen jedoch wäre die Bucht traumhaft schön, wenn sie nicht so komplett vermüllt wäre.

Die Lust am Schnorcheln vergeht uns bei diesem Anblick und nach einem Teller Fried Rice und einer Cola für mich, ziehen wir uns zu unserem Auto zurück, stellen die Sonnenstore auf und setzen uns mit den Campingstühlen in den Schatten um zu lesen.

Als es gegen den Abend so scheint als würde ein Unwetter aufziehen, mache ich mich an die Arbeit um Karotten, Peperoni, Zwiebeln und Knoblauch für eine Tomatensauce zu rüsten, wo ich während dem Kochen noch ein Pack Meatballs reinschmeisse und dazu eine Pfanne Spaghetti koche.

Während wir essen kommt ein Hirt mit seiner Herde Wasserbüffel an uns vorbei und wir stellen wieder einmal fest, wie ruhig ihr Wesen ist und wie gemächlich sie sich fortbewegen. Es sind echt schöne und tolle Tiere, dass muss man hier mal gesagt haben.

Nach dem Essen und dem Abwasch stelle ich mich unter unseren kleinen Wasserkanister um zu duschen und mache mich danach an die Arbeit, um die letzten vier Blogbeiträge nachzuholen.

Danach ziehen wir uns alsbald ins Auto zurück und gehen schlafen.

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